Der Tabellenführer kommt zum TuS Lintfort

Ist gefordert: Angelika Bensch, hier beim Sprungwurf.Foto:Christoph Karl Banski
Ist gefordert: Angelika Bensch, hier beim Sprungwurf.Foto:Christoph Karl Banski

Die Meisterschaft biegt auf die Zielgerade ein. Noch drei Spieltage bis zum Saisonende.

Für die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort gab es zuletzt wenig zu lachen. Das Team hat sich mit einer krassen Negativserie frühzeitig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Zu schwankend, aber vor allem zu schwach waren die Leistungen. Somit ist die Partie gegen den Tabellenführer SG Bretzenheim kein absolutes Top-Spiel mehr – ein interessantes Kräftemessen aber allemal. Der Anwurf erfolgt Sonntag, 16 Uhr, in der Eyller Sporthalle.

Für den TuS Lintfort geht es bekanntlich um nichts mehr. Warum sollte ausgerechnet gegen Bretzenheim die Trendwende gelingen? Fakt ist aber: Die Versuchung sollte groß genug sein, verlorenes Selbstvertrauen mit nur einem Spiel zurück zu gewinnen – und ganz nebenbei dem heißesten Titelaspiranten in die Meisterschaftssuppe zu spucken. Die Gäste (39:7 Punkte) behaupten derzeit einen knappen Vorsprung auf ihren einzigen Verfolger Kleenheim (37:9).

„Alles abverlangen“

„Wir sind Außenseiter“, betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Wir wollen unserem Gegner aber alles abverlangen. Dazu ist allerdings eine maximale Leistung über die gesamte Spielzeit zu leisten.“

Die SG Bretzenheim verfügt über einen breiten, qualitativ hochwertigen Kader. So wird die Verantwortung im Angriff gleich auf mehrere Schultern verteilt. Etwa auf die der Rückraumspielerinnen Carina Koepcke, Lea Schuhknecht und Annika Hermenau, oder den beiden exzellenten Kreisläuferinnen Lara Leuckefeld und Michelle Chwalek. Der Verein kann zu jeder Zeit im Spiel reagieren, durchwechseln, ohne dabei einen Qualitätsverlust in Kauf nehmen zu müssen. Dieses erhöhte Maß an Torgefährlichkeit schlägt sich auch in der Tabelle nieder. Bretzenheim verfügt über den treffsichersten Angriff.

Defensive Deckung

Die Abwehr ist aufgrund vieler großgewachsener Spielerinnen zumeist auf eine defensive 6:0-Variante abgestimmt, kann aber bei Bedarf deutlich offensiver ausgerichtet werden.

Der TuS Lintfort muss in diesem Mannschaftsteil aber nicht hinterm Berg halten. Die Gastgeberinnen haben in einer Vielzahl von Spielen eindrucksvoll aufgezeigt, wozu sie in der Lage sind. Immer vorausgesetzt, die Kampfkraft, Einstellung und Disziplin stimmen.

„Meine Mannschaft muss unbedingt den Kampf in der Deckung annehmen“, ergänzt Bettina Grenz-Klein. „Es gilt demnach das nötige Engagement aufzubieten, mit Hingabe und Leidenschaft.“

Der TuS Lintfort hatte seinem Kontrahenten schon im Hinspiel (19:20) am Rande einer Niederlage. Auch damals stach in einer absolut ausgeglichenen Begegnung die überragende Deckungsarbeit.