Der Spitzenreiter kommt
24.11.2011 | 18:59 Uhr 2011-11-24T18:59:00+0100
Lintforter Damen treffen am Sonntag um 16 Uhr auf die TSG Ober-Eschbach
Die Stimmung drohte nach etlichen schwachen Vorstellungen zu kippen. Bei den Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort gab es zuletzt mehr Schatten als Licht. Aber die Mannschaft setzte zur richtigen Zeit ein Zeichen. Die Schützlinge um Trainer Bettina Grenz-Klein siegten im Kellerduell in Dortmund mit einer souveränen Vorstellung und schafften damit den Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld. Nachlegen wäre nun toll, aber auch ziemlich unrealistisch: Die Zechenstädterinnen empfangen am Sonntag um 16 Uhr keinen Geringeren als den souveränen Spitzenreiter TSG Ober-Eschbach.
Paradestück
Die Gäste verfügen über ein intaktes Team mit zahlreichen Qualitäten. Die Deckung ist zumeist auf eine defensive 5:1-Formation ausgerichtet. Es gibt in diesem System klare Vorgaben und Absprachen. Die Musik hingegen spielt im Angriff. Der Tabellenführer erzielte bislang die meisten Tore. Das Paradestück ist sicherlich der wurfgewaltige Rückraum. Die Abläufe werden wie auf Schienen heruntergespult. Alle Spielerinnen sind technisch versiert – die Fehlerquote ist äußerst gering. Auch der konditionelle Aspekt ist nicht außer Acht zu lassen. Ober-Eschbach ist in der Lage, über die gesamte Spielzeit das Tempo hochzuhalten. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber der Konkurrenz, deren Niveau zumeist in der Schlussphase nachlässt.
„Herausforderung“
„Auch wenn die Rollen klar verteilt sind: Ich habe richtig Lust auf diese Begegnung“ sagt TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. Sie hofft, dass sich die Vorfreude auf ihre Mannschaft überträgt. „Sich mit so einem Top-Team messen zu dürfen, ist eine tolle Herausforderung.“
Lintfort wird erneut seiner offensiven 5:1-Abwehr das Vertrauen schenken. „Wir müssen den TSG-Spielaufbau frühzeitig stören“, ergänzt Bettina Grenz-Klein. „Dieses Vorhaben gelingt aber nur, wenn meine Mannschaft dazu bereit ist, einen läuferischen Mehraufwand zu leisten.“
Torhüterin Sophia Kochs kehrt wieder ins Aufgebot zurück; der Einsatz von Linksaußen Yvonne Fillgert (Oberschenkelverletzung) ist nach wie vor fraglich. Gleich mehrere Spielerinnen sind derzeit grippal angeschlagen, aber am Sonntag wohl dabei.
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