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Der Klassenerhalt ist unter Dach und Fach

25.04.2010 | 18:58 Uhr
Der Klassenerhalt ist unter Dach und Fach

Moers.Begeistert applaudierten die Zuschauer den Bundesliga-Volleyballern des Moerser SC. Mit einem 3:2 (26:28, 25:17, 24:26, 25:23, 15:11)-Sieg gegen den VC Bad Dürrenberg/Spergau sicherten sich die Adler am Samstagabend vorzeitig den Klassenerhalt.

Die noch offene Verhandlung über den Zwangsabstieg des VC Franken hat keinen Einfluss mehr auf den MSC.

Hartes Stück Arbeit

Bis zum Klassenerhalt war es jedoch noch einmal ein hartes Stück Arbeit. Insgesamt 125 Minuten reine Spielzeit mussten die Adler absolvieren, bis sie endlich über den ersten Saisonerfolg nach fünf Sätzen jubeln konnten – die anderen fünf Spiele über die volle Distanz hatten sie verloren. Gabor Nacsa, der gemeinsam mit Szabolcs Nemeth im letzten Satz mit starken Aufschlägen das Spiel wenden konnte, war entsprechend erschöpft. „Ich bin richtig müde“, gab er nach dem letzten Punkt zu. „Das war ein intensives Spiel, aber die Fans haben uns unheimlich unterstützt. So haben wir noch gewinnen können.“

Dabei war das Team von Trainer Chang Cheng Liu geschwächt ins „Endspiel“ gegangen. Neben Victor Bird und Dirk Grübler fiel kurzfristig auch Kapitän Tobias Neumann aus. Im Training hatte er sich bei einer Abwehraktion eine heftige Prellung sowie einen Bluterguss im rechten Ellenbogen zugezogen.

So musste Robin Gietzelt einspringen und nach kurzer Vorbereitung die Regie im MSC-Spiel übernehmen. „Das war schon eine Umstellung, ich hatte ja länger nicht mehr gespielt“, beschrieb Gietzelt die Situation. „Die Abstimmung mit den Außenangreifern muss noch besser werden, dafür war noch zu wenig Zeit im Training.“ So entwickelte sich eine spannende Partie, in der beide Teams auf Augenhöhe um jeden Punkt kämpften. Dabei übten die Adler jedoch mit zunehmender Spieldauer mehr Druck auf die „Piraten“ aus Spergau aus.

Zudem funktionierten die Spielzüge über die Mitte auch ohne ausgiebiges Training. Immer wieder waren Henning Wegter und Tim Broshog sprunggewaltig zur Stelle, um den MSC in kritischen Situationen im Spiel zu halten. Im vierten Satz gelang Broshog gar ein einhändiger Block zum vorentscheidenden 19:16, und auch den Matchball verwandelte er mit einem Schnellangriff über die Mitte.

Sprunggewaltig

Dank dieses Sieges werden die Adler auch in der nächsten Saison in der höchsten Spielklasse antreten. Selbst bei einer Niederlage im Abschlussspiel gegen Wuppertal wären sie nicht mehr von Platz eins der Play-down-Runde zu verdrängen. Die Partie am nächsten Sonntag wollen sie trotzdem gewinnen, wie Robin Gietzelt versichert: „Wir wollen den Fans natürlich einen schönen Abschluss bieten.“

Martin Sowa

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