Der 30. Niederrheinpokal steht an

So sah es im vergangenen Jahr aus: Die 4er-Kunstrad-Formation der GRMSV-Juniorinnen, 2. Mannschaft, (von links) Jana Tepel-Otte, Lina Marcella Beckers, Fabienne Bertl und Franziska Milbrandt.
So sah es im vergangenen Jahr aus: Die 4er-Kunstrad-Formation der GRMSV-Juniorinnen, 2. Mannschaft, (von links) Jana Tepel-Otte, Lina Marcella Beckers, Fabienne Bertl und Franziska Milbrandt.

Fahrradfahren lernen ist schon schwer genug. Stolz sind die Kinder, wenn es dann geklappt hat, dass sie nicht mehr aus heiterem Himmel umfallen.

Stolz sind auch die Eltern – und meist sehr geschafft.

Was allerdings der Grafschafter Rad und Motorsportverein (GRMSV) Moers so auf die Beine – Pardon – auf die Räder stellt, hat mit Fahrradfahren so viel zu tun, wie die Formel 1 mit Autofahren. Nämlich gar nichts.

Präzise und beeindruckend

Beim Kunstradfahren können die Aktiven ja schon froh sein, wenn sie überhaupt zwei Räder unter ihrem Sattel haben. Oft ist es auch nur eins. Und dann ist das Einradfahren. Trotzdem muss alles möglichst leicht, elegant und absolut sicher aussehen. Das ist die Kunst beim Kunstradfahren. Wie präzises und beeindruckend diese Sportart sein kann, zeigt der GRMSV am kommenden Wochenende. Denn am Sonntag, 12. April, veranstaltet der Moerser Verein seinen 30. Niederrheinpokal.

„Dann ist es jedenfalls wieder soweit“, freut sich GRMSV-Sprecher Ralf van Zütphen. In der Sporthalle der Heinrich-Pattberg-Realschule in Moers an der Uerdinger Straße werden sich dann die Hallenradsportler aus ganz Nordrhein-Westfalen tummeln und auch acht Starts aus Belgien sind gemeldet. Die Gäste verleihen dem Turnier ein klein wenig internationales Flair – und stehen in Sachen Können den hiesigen Vertretern in nichts nach. Insgesamt haben rund 100 Radsportler für die verschiedenen Disziplinen gemeldet. Und davon gibt es jede Menge.

In 22 Disziplinen gehen die Teilnehmer auf drei Fahrflächen an den Start. Darunter sind neben den erfolgreichen Moerser Teilnehmern auch viele weitere Sportler, die bereits an Landes- und Deutschen Meisterschaften teilgenommen haben und ihre Erfahrungen einbringen werden.

Wachsam und hoch konzentriert

Gleich 90mal müssen schließlich die Wertungsrichter – auch Kommissäre genannt – ein wachsames Auge haben und hoch konzentriert die Darbietungen beobachten und bewerten. „Denn hier in Moers steigt das vierte von insgesamt sechs Turnieren, das zur Landespokalwertung des RKB Solidarität NRW zählt“, stellt van Zütphen die Bedeutung noch einmal heraus.

Um 10 Uhr geht es los, und mit den Siegerehrungen gegen 16 Uhr wird die Veranstaltung nach sechs schweißtreibenden Stunden beendet sein. „Ich erwarte wieder spannende Wettkämpfe um Platzierungen, denn dieses Event ist ein weiterer Prüfstein auf dem Weg zu den bevorstehenden Meisterschaften“, blickt der GRMSV-Sprecher in die nahe Zukunft.