Den richtigen Rhythmus gefunden
30.10.2009 | 23:00 Uhr 2009-10-30T23:00:00+0100Volleyball. Mit einem deutlichen 3:0 schlägt der Moerser SC die Gäste aus Bottrop und holt sich den Sieg im Derby.
Die Rückkehr zum alten Verein hat sich Joram Maan ganz anders vorgestellt. Mit den RWE Volleys Bottrop wollte er gestern Abend die Punkte aus Moers entführen, nach dem Schlusspfiff stand Maan aber kopfschüttelnd am Spielfeldrand. Mit 3:0 (25:17, 25:22, 25:14) hatte der Moerser SC das Derby verdient gewonnen.
„Moers hat alles richtig gemacht, was wir falsch gemacht haben”, gab Maan zerknirscht zu. Besonders das Aufschlagspiel hatte den Unterschied gemacht. Den Adlern unterliefen nur selten Fehler, umso häufiger aber bekam die Bottroper Annahme Probleme mit dem druckvollen Spiel des MSC.
Für den Moerser Libero Carlos Viana hingegen gab es kaum eine unlösbare Situation. Immer wieder war er zur Stelle, wenn doch einmal ein Bottroper Angriff am Moerser Block vorbeikam.
In allen Belangen weit überlegen
„Bei uns haben die fundamentalen Dinge einfach funktioniert”, fasste der Brasilianer die Partie zusammen. Ob Angriff, Block oder Annahme – in allen Belangen waren die Adler den Gästen voraus. Der Schlüssel zum Erfolg war die überragende Mannschaftsleistung. Auch Gabor Nacsa kam richtig in Schwung. „Ich hatte bis jetzt noch nicht den richtigen Rhythmus gefunden”, erklärte der Ungar glücklich. „Aber wir haben viel trainiert und jetzt funktioniert die Abstimmung besser.”
Neben den konstanten Stützen Victor Bird und Szabolcs Nemeth spielte sich gestern Abend auch Henning Wegter in den Vordergrund. „Ich bin heute direkt gut ins Spiel gekommen”, sagte er anschließend bescheiden. „Das ist bei Mittelblockern ja nicht immer so.” Der hohe Druck auf Bottrop durch die Aufschläge von Bird und Nemeth seien dafür ausschlaggebend gewesen. „Dadurch wird es im Block natürlich einfacher, weil Bottrop viel mehr über die Außen gehen musste”, erklärte Wegter. „Und wir haben immer an den Sieg geglaubt.” Dass es aber so deutlich ausgeht, damit hatte Zuspieler Tobias Neumann nicht gerechnet. „Wir wollten aber mit aller Gewalt die Punkte holen”, sagte er. „Das war für uns heute ein verdammt wichtiger Sieg.”
Mitleid mit Joram Maan hatten die Adler übrigens nicht. „Das brauchen wir auch nicht, er wird ja auch wieder Spiele gewinnen”, sagte Co–Trainer Simon Brimmers und fügte grinsend hinzu: „Nur halt nicht gegen uns.”
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