Das Titelrennen ist wieder offen

Bot eine überragende Vorstellung: TuS-Kreisläuferin Tatjana van den Broek.Foto:Thorsten Lindekamp
Bot eine überragende Vorstellung: TuS-Kreisläuferin Tatjana van den Broek.Foto:Thorsten Lindekamp
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Das Titelrennen ist wieder völlig offen: Der haushohe Favorit TSG Bretzenheim schwächelt derzeit unerwartet, hat seine einstige Ausnahmestellung komplett eingebüßt, musste somit das gesamte Verfolgerfeld aufschließen lassen. Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort sind nach ihrem souveränen 33:22 (16:14)-Erfolg beim PSV Recklinghausen ein Nutznießer und Teil eines mittlerweile schlagkräftigen Quartetts.

Das ewig junge Duell beinhaltete, wie nicht anders zu erwarten, viele hitzige, teilweise ruppige Aktionen. Die Gäste behaupteten zunächst knappe Führungen (4:2/8:6). Zum Glück behielt Eefje Huijsmans die Nerven vom Siebenmeterpunkt und verwandelte in Hälfte eins fünf von sechs Versuchen.

Keine Stabilität

Etwas überraschend fand der TuS-Deckungsverband nicht die gewohnte Stabilität. Das ansonsten harmonische Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüterinnen klappte nicht. Kurzum: Der PSV Recklinghausen warf zu viele einfache Tore – vorzugsweise aus dem Rückraum oder mit Gegenstößen. Dies hatte zur Folge, dass die Gastgeberinnen in der 25. Minute sogar mit 13:12 in Front lagen. Aber Lintfort warf daraufhin vier Treffer in Serie zur eigenen 16:13-Führung.

Und das Team erhöhte nach dem Seitenwechsel nochmals den Druck. Jetzt „brannte“ endlich die Deckung, und auch Torhüterin Laura Graef war fortan voll auf der Höhe.

Auch im Angriff war fortan eine andere Energie zu spüren. Lintfort konnte sich auf seine Spielanlage verlassen oder zum Bespiel auf die Spielerinnen Leonie Lambertz, Tatjana van den Broek sowie natürlich auf Yvonne Fillgert. Das Gesamtpaket passte einfach. Die Gäste setzten sich kontinuierlich ab, dominierten den PSV Recklinghausen nach Belieben.

„Aufgrund der souveränen zweiten Halbzeit ist der Sieg hochverdient“, freute sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „So eine deutliche Leistungssteigerung überrascht auch mich. Wir haben vor allem im läuferischen Bereich zugelegt.“