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Das fast vergessene Sieg-Gefühl

28.02.2010 | 22:45 Uhr
Das fast vergessene Sieg-Gefühl

Moers. Bundesligist Moerser SC gewinnt das Kellerduell gegen Wuppertal mit 3:1. Doch die Konkurrenz punktet ebenfalls.

Jubelnd stürmten die Bundesliga-Volleyballer vom Moerser SC am Samstagabend auf das Spielfeld. Endlich durften sie sich wieder über einen Sieg freuen. In einer vom Abstiegskampf geprägten Partie gewannen die Adler mit 3:1 (26:24, 25:20, 29:31, 25:17) gegen die „Titans” aus Wuppertal. Schön anzusehen war das Spiel aber nur in wenigen Szenen, wie die Beteiligten anschließend ohne Umschweife zugaben.

MSC-Kapitän Tobias Neumann war sogar der Ansicht, dass „wir von zwei schlechten Teams das bessere waren.” So schlimm war es allerdings auch wieder nicht. Lautstark angefeuert von ihren Fans kämpften beide Mannschaften um jeden Punkt und boten, abgesehen vom letzten Satz, ein enges Spiel.

Die Adler erwischten den erfolgreicheren Start

Die Adler erwischten dabei neben dem besseren Ende auch den erfolgreicheren Start. Robin Gietzelt hatte mit einem krachenden Block zum 8:5 gepunktet, doch die Titanen ließen sich nicht so leicht abschütteln. Dank ihrer Überlegenheit im Block gingen sie sogar mit 18:15 in Führung. Dann sorgte jedoch Tim Broshog mit zwei Punkten in Folge dafür, dass der MSC Anschluss hielt. Broshog war es auch, der den Satzball per Block gegen Wuppertals Diagonalangreifer Peter Lyck verwandelte.

Henning Wegter (im Angriff) behielt gegen die Wuppertaler Titanen den Überblick – und konnte auch punkten. Fotos: Olaf Fuhrmann.

Als Wuppertal kurz darauf im zweiten Durchgang besser in Schwung kam, nahm Trainer Chang Cheng Liu sofort eine Auszeit und unterbrach damit den Wuppertaler Sturmlauf. „Das war auch nötig, denn sonst sind die schwer zu stoppen”, erklärte Dirk Grübler, selbst lange bei den Titanen aktiv. „Es war eben das erwartet schwere Spiel.”

Das ließ sich Carlos Capote in dieser Situation nicht anmerken. Sechs Aufschläge in Folge schlug er über das Netz, erst beim Sechsten konnte Wuppertal wieder punkten. Doch da stand es bereits 20:18 und den Vorsprung hielten die Adler bis zum Ende.

Im dritten Satz ließen die Adler jedoch nach. Gabor Nacsa hatte noch mit drei Assen in Folge für eine komfortable Führung gesorgt, ehe die Wuppertaler kurz vor Satzende wieder in die Partie fanden und immer wieder erfolgreich über Peter Lyck angriffen. Die Folge: der Däne auf Seiten der Titanen punktete nach 33 Minuten zum 31:29 für die Gäste. Dadurch wurde es noch einmal richtig spannend.

Auf Mittelblocker Henning Wegter war Verlass

Auf Moerser Seite war jedoch auf Mittelblocker Henning Wegter Verlass. Er behielt stets den Überblick. Für die Vorentscheidung sorgte erneut Gabor Nacsa, der noch einmal drei Asse in Folge erzielte. „Ich habe dieses Mal von der anderen Seite des Feldes aufgeschlagen”, verriet er nach dem Spiel überglücklich. „Und das hat dann auch richtig gut geklappt.” Sogar so gut, dass einige Minuten später Marvin Prolingheuer den Matchball verwandelte.

Ärgerlich aus Moerser Sicht sind da nur die Erfolge der Konkurrenten im Abstiegskampf. Bottrop und Bad Dürrenberg konnten ebenfalls gewinnen, der Rückstand der Adler beträgt also weiterhin vier Punkte.

Martin Sowa

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