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Hallenfußball / Stadtpokal

Das Ende einer langen Wartezeit

30.12.2012 | 23:45 Uhr
Das Ende einer langen Wartezeit
Riesenjubel beim GSV Moers: Trainer Werner Wildhagen (ganz links) und sein Team präsentieren stolz den Moerser Hallen-Stadtpokal, der nach achtjähriger Wartezeit gestern nach dem 8:7-Endspielsieg gegen den SV Scherpenberg erstmals wieder in die Vitrine der Grafschafter wanderte.Foto:DIANA ROOS

Nach achtjähriger Wartezeit ist Fußball-Landesligist GSV Moers seiner Favoritenrolle erstmals wieder gerecht geworden: Gestern sicherten sich die Grafschafter den Titel beim Moerser Hallen-Stadtpokal. Den „Pott“ erhielt das Siegerteam aus den Händen des stellvertretenden Bürgermeisters Heinz-Gerd Hackstein, der die Siegerehrung vornahm.

Zuvor hatten die Zuschauer ein spannendes Finale gesehen, das besonders in der zweiten Halbzeit Fahrt aufnahm. Der SV Scherpenberg bot dem Turnierfavoriten GSV verbissen Paroli und ließ sich dabei auch von einigen Zeitstrafen nicht aufhalten, sondern kam sogar zweimal in Unterzahl zum Ausgleich. In letzter Sekunde war es schließlich Ayhan Karabas, der mit dem 4:4 für Scherpenberg das Neunmeterschießen erzwang. Hier hatten die Grafschafter dann aber die besseren Nerven. Während Simon Poredda den letzten Versuch des GSV verwandelte und somit für das 8:7 sorgte, scheiterte anschließend Roman Ehresmann mit seinem Versuch und ließ damit unfreiwillig die GSV-Durststrecke zu Ende gehen.

Auch Repelen feiert

Auch der dritte Platz war heiß begehrt, denn im „kleinen Finale“ um Rang drei schenkten sich der SV Schwafheim und der VfL Repelen nichts. Die A-Liga-Rivalen trennten sich nach der regulären Spielzeit mit 2:2, ehe sich der von Sascha Weyen gecoachte VfL schließlich mit 5:4 nach Neunmeterschießen durchsetzen konnte.

Beide Halbfinals hatten sich zuvor als knappe Angelegenheiten erwiesen. So mussten die Scherpenberger zunächst lange um ihren knappen 2:1-Erfolg gegen Repelen zittern, und auch der GSV hatte reichlich Mühe, ehe sein 3:2-Sieg gegen Schwafheim perfekt war.

Der FC Meerfeld erwies sich als glänzender Ausrichter. Neben den Verantwortlichen aus der Senioren-Abteilung half auch der Juniorenbereich toll mit. Nicht nur, dass das Turnier organisatorisch punktgenau verlief, auch das große Angebot an Speisen und Getränken sorgten dafür, dass sich Zuschauer wie Aktive an den zwei Tagen wohlfühlten. Das Helfer-Team, ausgestattet mit roten T-Shirts, war bestens vorbereitet und auch die Turnierleitung mit den Brüdern Mirco, Mario sowie André Dietrich hatte alles im Griff.

Zur guten Stimmung trugen auch die zahlreichen Besucher bei. Die Halle Adolfinum war rappelvoll. Für viel Stimmung sorgten bei der 32. Auflage die Anhänger des MSV Moers. Sie machten sich lautstark bemerkbar und ließen wie zu Oberliga-Zeiten ihre grün-weißen Fahnen wehen.

FCM-Vorsitzender Oliver Knothe war sehr zufrieden: „Das war eine klasse Leistung. Die gesamte Mannschaft der Helferinnen und Helfer hat toll mitgearbeitet. Ihnen gilt unser Dank. Wir haben gezeigt, dass der FCM es kann.“

Zurück zum sportlichen Verlauf: In einigen Spielen ging es zwar hoch her, es gab auch vier Rote Karten, doch insgesamt hatten die vier Schiedsrichter Uwe Peuser (Bayer Uerdingen), Christoph Burkhoff (Preußen Vluyn) sowie das Brüderpaar Christian und Christoph van Zwaamen (Alemannia Kamp) alles bestens im Griff.

Zwei-Minuten-Strafen gab es allerdings reichlich, so dass sich das Feld schnell lichtete, um das fairste Team zu ermitteln. Das wurde mit dem Fairness-Pokal des Stadtsportverbandes Moers ausgezeichnet, den das SSV-Vorstandsmitglied und frühere Ratsmitglied Claus Hagemann dem SC Rheinkamp bei der Siegerehrung überreichte. Der SCR kam ohne Rote Karten und Zeitstrafen aus.

Zwei Torschützenkönige

Viele Spiele waren sehr spannend, und es gab auch dieses Mal den ein oder anderen Trick zu sehen. Aber auch viele Grätschen. welche die Freunde des technisch feinen Hallenfußballs nicht sehen wollen. Erfreulich war wieder die Trefferanzahl, wenn auch die Rekordmarke von 184 nicht erreicht wurde. Insgesamt gab es 146 Tore zu bejubeln. Erfolgreichste Schützen waren Marvin Mulrain (VfL Repelen) und Astrit Krasniqi (GSV Moers) mit je sechs Toren.

Wolfgang Jades



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