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Björn Schulz verlässt den GSV Moers

09.09.2010 | 18:36 Uhr
Björn Schulz verlässt den GSV Moers
Fussball Landesliga 3. Spieltag am Sonntag, 29.08.2010 in Moers. Spielszene aus der Begegnung GSV Moers - Union Nettetal. Foto: Bernd Lauter / WAZ FotoPool

Kapitän Björn Schulz und Fußball-Landesligist GSV Moers gehen ab sofort getrennte Wege. Vor dem Training am Dienstag Abend wurde Schulz zu einem Gespräch mit Trainer Uwe Toex und Vereinsverantwortlichen gebeten.

„Mir wurde vorgeworfen, ich wäre ein Bombenleger und würde dafür sorgen, dass sich die Mannschaft in Gruppen aufteilt. Daraufhin habe ich gesagt, das ich unter diesen Umständen keine Basis mehr sehe, beim GSV zu spielen.“

Diesen Aussagen widerspricht aber Trainer Uwe Toex: „Dieses Wort ist nie gefallen und auch die Vorwürfe stimmen nicht. Wir haben mit Björn Schulz sprechen wollen, um seine Meinung als Kapitän zu hören. Wie es in der Mannschaft aussieht. Es war anfangs ein ganz harmloses Gespräch, dass dann sicherlich heftiger wurde. Am Ende hat er darum gebeten, nicht mehr für den GSV spielen zu wollen. Diesem Wunsch haben wir entsprochen.“

Tief
enttäuscht

Toex legt Wert darauf, das es sich nicht mehr um die damalige Aktion handelt, als Schulz ihm die Kapitänsbinde vor die Füße geworfen hat: „Das war ausgeräumt und er ist ja auch Kapitän geblieben.“

Schulz zeigte sich tief enttäuscht über die Vorwürfe: „Ich möchte niemandem im Weg stehen, aber die Art und Weise wie hier mit mir umgegangen wird, war alles andere als schön. Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ganz im Gegenteil. Bei meinem Kreuzbandriss habe ich zwei Monate früher angefangen, um dem GSV im Abstiegskampf zu helfen. Aber das alles zählt wohl nicht mehr.“ Und Schulz deutet an: „Es gibt auch Probleme mit Abdelaziz Zenzoul. Auch er will wohl nicht mehr spielen.“

Dem widerspricht Toex ebenfalls: „Davon weiß ich nichts. Abdelaziz Zenzoul war bei dem Gespräch dabei. Er hat mit keinem Wort gesagt, das er nicht mehr für den GSV spielen will.“

So gerät das Spiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den 1. FC Kleve II zunächst erst einmal in den Hintergrund. Obwohl es, wie Toex betont, in dieser Phase eine äußerst wichtige, weil richtungsweisende Partie ist: „Diese Unruhe passt uns natürlich gar nicht. Wir wollen und müssen auf jeden Fall gewinnen. Sonst hängen wir erst einmal im Tabellenkeller fest. Mannschaft und ich als Trainer sind gefordert.“

Schmutziger
Sieg

Deshalb verlangt der Coach auch jetzt einen Erfolg: „Egal wie. Und wenn es ein dreckiger, schmutziger Sieg ist. In dieser Liga ist ja meist die Tagesform entscheidend.“

Bis auf Benjamin Koncic und eben Björn Schulz hat Toex alle Mann an Bord. Auch Felix Asamoah ist wieder im Training, doch hier will der in Düsseldorf lebende Trainer noch abwarten: „Er hat jetzt fünf, sechs Wochen nichts gemacht. Da will ich nichts riskieren. Nur wenn er sich tatsächlich fit fühlt, wird er auch spielen.“

Große Verstärkung aus dem Klever NRW-Liga-Team erwartet Toex für die FCK-Zweitvertretung nicht: „Denen steht das Wasser bereits jetzt schon bis zum Hals. Sie haben noch keinen Punkt und stecken schon jetzt im Abstiegskampf. Da werden sie kaum noch Spieler an ihre untere Mannschaft abgeben.“

Der FCK II ist dagegen sensationell gestartet, hat bereits zehn Punkte in vier Spielen gesammelt und steht mit an der Tabellenspitze.

Wolfgang Jades

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