Alpen ballert sich in die A-Liga zurück

Der Alpener Sascha Ströter (weißes Trikot) steuerte im bisherigen Saisonverlauf zwölf Tore zur vorzeitigen Meisterschaft seiner Mannschaft bei. und wird hierdirekt von drei Gegenspielern angegriffenFoto:Armin Fischer
Der Alpener Sascha Ströter (weißes Trikot) steuerte im bisherigen Saisonverlauf zwölf Tore zur vorzeitigen Meisterschaft seiner Mannschaft bei. und wird hierdirekt von drei Gegenspielern angegriffenFoto:Armin Fischer

Mehr als zwei Jahrzehnte ist es her, dass die Fußballer von Viktoria Alpen in der Kreisliga A ihr Tore geschossen haben. Nachdem die erste Mannschaft in den vergangenen zwei Spielzeiten jeweils noch auf der Zielgeraden abgefangen worden war, wurde jetzt der Abschied aus der B-Liga begossen. Ganz weit entfernt schien in den Feierstunden die Zeit, als die Viktoria in der C-Liga auflaufen musste.

Trainer Jörg Schütz hat ein Team geformt, die bislang eine Rückrunde mit bärenstarken Leistungen abgeliefert hat. Alle zwölf Begegnungen wurden gewonnen. „Meine Mannschaft hat über die gesamte Saison hinweg ihr Potenzial sehr gut abgerufen“, sagte der Coach, der trotz des vorzeitigen Aufstiegs mit seiner Zusage für die nächste Spielzeit zögert.

2013 die Viktoria übernommen

„Womöglich lege ich eine Pause ein. Das werde ich noch entscheiden“, sagte Schütz und schob hinterher: „Für diese Alpener Mannschaft wird sich garantiert ganz schnell ein neuer Trainer finden.“

Schütz, der die Viktoria 2013 übernommen hat, freut sich indes darüber, dass der Kader zusammenbleibt. Lediglich Philipp Goergen hat sich Bedenkzeit erbeten. Zugänge gibt’s bislang nicht. Dass Tobias Lorscheider vom SV Sonsbeck II ganz oben auf der Wunschliste stehen würde, dementierte der Coach.

Ohnehin ist der Trainer davon überzeugt, dass die aktuelle Alpener Mannschaft auch ohne neue Spieler den Klassenerhalt in der A-Liga schafft. Denn der Kader wurde in den vergangenen Jahren gezielt verstärkt.

Vor allem Patrick Hoffmann erfüllte die Erwartungen. Der Kapitän, der vom SSV Lüttingen kam, übernahm sofort Verantwortung. Er ist trotz seiner 31 Jahre noch enorm lauffreudig und immens torgefährlich.

Und auch die Winterpausen-Verpflichtungen Sascha Ströter und Tobias Esper schlugen ein. „Sie haben uns weiter nach vorne gebracht“, findet Schütz, der mit seinem offensiv ausgerichteten 4-3-3-System so manchen Gegner durcheinanderwirbelte.

Wenngleich die Stürmer auch die Anweisung haben, nach hinten mitzuarbeiten. Durch das flexible Offensivspiel sind die Alpener vorne nur schwer auszurechnen. Zumal gleich mehrere Spieler Torgefahr ausstrahlen.

Einer, der in dieser Saison noch gar nicht getroffen hatte, rückte im entscheidenden Spiel in den Blickpunkt. Der kopfballstarke Innenverteidiger Dominik Jung war nach einer Ecke zur Stelle und erzielte in Birten das Aufstiegstor.

„Und das mit dem Fuß. Für ihn freut es mich ganz besonders. Dominik ist ein Spieler, der immer alles gibt“, lobte der 49-Jährige den Defensivkicker aus der Viererkette. Jung und seine Teamkollegen können sich am 7. Juni nochmals von den Viktoria-Fans feiern lassen. Nach dem letzten Heimspiel wird’s eine offizielle Aufstiegssause geben, wie Abteilungsleiter Jürgen Tooten ankündigte, der nicht glauben möchte, dass Jörg Schütz aufhört. „Die Tendenz ist positiv, dass er bei uns bleibt.“