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Adler flattern international in Moers

13.11.2012 | 23:46 Uhr
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Adler flattern international in Moers
Wer ist denn das? Klarer Fall, Tim Broshog(Mitte) für den Moerser SC im Angriff gegen OK Salonit Anhovo Kanal, im bislang letzten europäischen Auftritt der Adler am 17. Dezember 2008.Foto:ARCHIV/OLAF FUHRMANN

Nach Volleyball-Bundesliga und DVV-Pokal gibt es jetzt beim Moerser SC eine internationale Abwechslung: Im Challenge Cup kommt der VC Strassen aus Luxemburg.

Der MSC empfängt Strassen heute, 19.30 Uhr, im Adolfinum – mit problemloser Sondergenehmigung des Europäischen-Volleyball-Verbandes (CEV).

Der MSC wurde von der CEV wegen seiner „europäischen Vergangenheit“ und dank des 4. Platzes der vergangenen Saison gleich in die 2. Runde des internationalen Wettbewerbs eingestuft, brauchte an den Qualifikationen nicht teilzunehmen. In der 2. Runde stehen jetzt noch 32 Teams, die in Hin- und Rückspiel die 16 Mannschaften fürs Achtelfinale ausspielen. Steht es nach Hin- und Rückspiel unentschieden – die Sätze werden nicht einzeln bewertet – fällt in einem „Golden Set“, einem Tiebreak bis 15, die Entscheidung.

Letztmalig gegen Anhovo Kanal

Beim bislang letzten Auftritt des MSC im Challenge Cup scheiterte das Team am 17. Dezember 2008 beim slowenischen Anhovo Kanal in der 3. Runde. Im November 2005 spielte der MSC im Europapokal, als er im belgischen Menen im CEV-Qualifikationsturnier alle Spiele verlor und ausschied. Davor waren die Moerser Volleyballer lange Jahre nicht im Europapokal vertreten. Anfang der 90er-Jahre schrieb der MSC allerdings Geschichte, als er im Jahre 1990 als erste deutsche Herrenmannschaft den CEV-Pokal damals im Finalturnier in Moers gegen Grenoble aus Frankreich, Belgrad aus dem damaligen Jugoslawien und Leningrad damals noch aus der UDSSR gewann.

Moers spielte später noch dreimal auf europäischer Ebene; zweimal im Pokal der Pokalsieger, einmal im Pokal der Meister – ohne zählbare Erfolge. Die Champions League gab es damals noch nicht.

Nun steht mit dem VC Strassen eine Mannschaft auf dem Programm, die in den vergangenen Jahren in den heimischen nationalen Wettbewerben mehrfach das Double gewann und amtierender Meister ist. Die Mannschaft verfügt über einige erfahrene Spieler mit tschechischem Hintergrund. Der Volleyballsport ist im Großherzogtum keine „große Nummer“, die Nationalmannschaft hat noch nie für Furore gesorgt.

Dennoch wäre es falsch, das Team aus Strassen zu unterschätzen. Für ein Weiterkommen sind zwei Siege notwendig – oder eben der gewonnene goldene Satz bei Gleichstand. Moers muss sich also im Heimsieg im Adolfinum eine gute Ausgangsposition verschaffen. Wie gefährlich es werden kann, einen Gegner zu unterschätzen, haben die „Adler“ vor einer Woche im DVV-Pokal beim Zweitligisten Durmersheim erfahren.

Für MSC-Trainer Chang Cheng Liu ist es „eine Ehre“, an einem europäischen Wettbewerb teilnehmen zu dürfen. Prognosen möchte der Liu aber nicht abgeben: „Wir sind seit längerem erstmals wieder in einem europäischen Wettbewerb. Wir wollen natürlich jetzt mindestens die 2. Runde überstehen, aber leicht wird das gewiss nicht.“

Europäische Erfahrung im MSC

Eine Reihe von MSC-Spielern aus dem aktuellen Aufgebot haben Erfahrung in europäischen Wettbewerben gesammelt.

Die Holländer Michael Olieman, Nico Freriks, Ewoud Gommans und Bobby Kooy haben bereits international gespielt, genau wie der Australier Steve Keir. Dazu kommen schließlich noch MSC-Mannschaftsführer Tim Broshog und Tobias Neumann, die in der Saison 2008/2009 im europäischen Pokal angetreten sind.

NRZ/WAZ

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