Abschiedsstimmung vor dem Derby

Die Wahrscheinlichkeit, dass es auch in der nächsten Saison noch ein Duisburger Derby in der Fußball-Oberliga zwischen dem VfB Homberg und der U 23 des MSV geben wird, schwindet von Woche zu Woche. Während die Homberger als Tabellenletzter nach wie vor eher geringe Chancen auf den Klassenerhalt haben, wird bei den Zebras über die Abmeldung der Reserve diskutiert. Es hängt also der Schleier des Abschieds über dem Rheindeich, wenn dort morgen um 15 Uhr der Anpfiff von Schiedsrichter Tim Brüster ertönt.

Für einen wird es so oder so das vorerst letzte Derby sein: Der VfB Homberg hat bereits das Ende der Zusammenarbeit mit Trainer Günter Abel im Sommer verkündet. Bis dahin will er aber von seiner Seite alles dafür tun, um seinem Verein die Chance auf ein Duell mit dem MSV in der kommenden Spielzeit zu erhalten. Wenngleich er auch sagt: „Ich kann ja auch die Tabelle lesen. Das ist nach wie vor ein ganz schwieriges Unterfangen, das ist uns allen bekannt.“

Immerhin ist nach der vorherigen Pleitenserie wieder eine gewisse Stabilisierung gelungen, denn die letzten drei Spiele endeten allesamt mit Unentschieden. Das vierte Remis würde den VfB im Abstiegsrennen wohl auch kaum weiterbringen, wobei Abel einräumt: „Da wartet auf uns schon ein richtiges Kaliber.“ Fehlen werden wohl Oguzhan Cuhaci und Tobias Schiek, die im Training mit den Knien aneinanderrasselten und angeschlagen in die Kabine mussten.

Ganz spurlos geht die noch offene Entscheidung bezüglich des Fortbestehens der MSV-Reserve an den U-23-Kickern nicht vorbei. „Die Jungs machen sich natürlich Gedanken“, weiß Manfred Wölpper. Doch der Coach schiebt auch nach. „Das hindert sie aber nicht daran, mit vollem Einsatz beim Training dabei zu sein.“ Und auch dem Übungsleiter selbst bleibt nichts anderes übrig, als seine Arbeit „ganz normal weiter zu machen.“ Mit dieser Einstellung gehen die Zebras auch ins Derby .

Vor dem 3:0-Sieg im Hinspiel hatte Wölpper noch fest an den Klassenerhalt der Homberger geglaubt. Im Nachhinein habe er sich wohl getäuscht, sagt der Coach. „Aber dennoch wird es kein Selbstläufer für uns in Homberg“, warnt Wölpper.

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