6:3! TC Moers 08 bleibt erstklassig

Rebecca Peterson entschied das schwedische Duell gegen die routinierte Sofia Arvidsson für sich.Foto:Christoph Karl Banski
Rebecca Peterson entschied das schwedische Duell gegen die routinierte Sofia Arvidsson für sich.Foto:Christoph Karl Banski
Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo

Es ist vollbracht: Mit einem 6:3-Heimsieg am vorletzten Spieltag gegen den TC Blau-Weiß Berlin hat der TC Moers 08 gestern den Klassenerhalt in der 1. Tennis-Bundesliga der Damen perfekt gemacht. Damit bleibt der „Dino“ der Liga, der seit 2003 dabei und damit „dienstältester“ Klub ist, erstklassig.

Aus der ersten Runde gingen die Gastgeberinnen mit einer knappen 2:1-Führung hervor. An Position vier kam es zum schwedischen „Duell der Generationen“ zwischen der 19-jährigen Rebecca Peterson für Moers 08 und der 31-jährigen Sofia Arvidsson auf Seiten der Gäste. Vor wenigen Wochen hatte die routinierte Arvidsson noch bei einem Turnier die Oberhand behalten, gestern stand sie aber auf verlorenem Posten. Peterson zeigte perfektes Tennis und ließ ihrer Gegnerin mit einem respektlosen Auftritt keine Chance, am Ende stand ein glatter 6:2, 6:1-Sieg der Moerserin.

Auch Melnikova glänzt

Dieser Glanzleistung wollte Marina Melnikova an Position zwei nicht nachstehen. Die Russin, in diesem Jahr neu nach Moers gekommen und schon als absolut zuverlässige Stammkraft etabliert, erhöhte mit einem ebenso deutlichen 6:4, 6:3-Erfolg gegen Elitsa Kostova auf 2:0.

Und beinahe hätte es zur „Halbzeit“ der Einzel schon 3:0 gestanden, aber Michaela Honcova brachte ihr Match an Position sechs nicht nach Hause. Den ersten Durchgang gegen Alicja Rosolska konnte die Slowakin noch mit 6:4 für sich entscheiden, dann riss aber der Faden. Rosolska erreichte durch ein 6:2 den Champions-Tiebreak, und hier ließ sie der Moerserin beim souveränen 10:2 nicht den Hauch einer Chance.

Im Anschluss gab es aber wieder zwei Moerser Siege zu feiern. Zunächst stellte Laura Pous Tio den Zwei-Punkte-Vorsprung wieder her. Die Spanierin fühlte sich bei den tropischen äußeren Bedingungen sichtlich wohl, nachdem sie zwei Spiele gebraucht hatte, um sich auf ihre Gegnerin Kathrin Wörle einzustellen. Dann spielte sie aber ihre Überlegenheit aus und sorgte mit einem 6:3, 6:1-Sieg für den dritten Moerser Punkt.

Diesem ließ Tadeja Majeric kurz darauf das 4:1 folgen. Sie hatte gegen Sandra Zaniewska zwar im zweiten Satz einige Probleme und lag schon mit 3:5 hinten, riss sich dann aber zusammen. Die Slowenin kämpfte sich zurück ins Match, holte vier Spiele in Folge und machte damit unter dem Jubel der Fans ihren 6:0, 7:5-Erfolg perfekt. Dabei ließ sie sich auch von einer leichten Verletzung nicht aufhalten, die sie im zweiten Satz kurz ausgebremst hatte

Etwas Pech hatte die Österreicherin Patricia Mayr-Achleitner im Spitzeneinzel. Sie zeigte gegen Maryna Zanevska einen engagierten Auftritt und viel Gegenwehr. Im ersten Satz wehrte sie beim Stand von 4:5 mehrere Satzbälle ab, musste dann aber doch das Spiel zum 4:6-Satzverlust abgeben. Im zweiten Durchgang knickte die Moerserin dann unglücklich um. Sie brachte ihr Match zwar nach einer Behandlung und unter Schmerzen zu Ende, hatte in dieser Verfassung aber keine Chance mehr auf ihren ersten Einzelsieg in der laufenden Bundesliga-Spielzeit.

Auf die Zähne gebissen

In allen drei Doppeln tat sich Moers dann zunächst schwer. Den entscheidenden fünften Punkt fuhren schließlich ausgerechnet Mayr/Achleitner und Majeric ein, die beide eine kurze Physio-Behandlung hinter sich hatten und anschließend auf die Zähne bissen.

Nach dem verwandelten Matchball freute sich der Moerser Manager Stefan Hofmann: „Das ist sensationell und eine Riesen-Sache für das kleine Moers. Wir bleiben in der ersten Liga und haben das endlich mal wieder vor dem letzten Spiel perfekt gemacht.“ Als Wendepunkt in der Saison wertete er den Sieg beim Titelanwärter Karlsruhe nach zwei Auftaktniederlagen: „Das war unsere Wiedergeburt, und heute hat die gleiche Aufstellung wieder gewonnen. Wir haben eine ganz tolle Mannschaft mit einem super Teamgeist zusammen. Jetzt feiern wir ein bisschen und fahren danach ganz entspannt zum letzten Spiel nach Regensburg.“