3:3 des SV Sonsbeck gegen MSV II ist zu wenig

Kopfballduell mit dem Sonsbecker Jan-Paul Hahn (rechts) und dem dreifachen MSV-Torschützen Maik Goralski. Am Ende gab es nur eine 3:3 für den SV Sonsbeck gegen den MSV Duisburg U23.Foto:Armin Fischer
Kopfballduell mit dem Sonsbecker Jan-Paul Hahn (rechts) und dem dreifachen MSV-Torschützen Maik Goralski. Am Ende gab es nur eine 3:3 für den SV Sonsbeck gegen den MSV Duisburg U23.Foto:Armin Fischer

Neun Punkte sind im Saison-Schlussspurt der Oberliga noch zu vergeben. Sechs Zähler liegt der SV Sonsbeck hinter dem TuS Bösinghoven.

Der besetzt den ersten Nichtabstiegsplatz. Das 3:3 (2:1) in einem unterhaltsamen Spiel auf heimischen Rasen gegen den MSV Duisburg II war zu wenig. Trainer Thomas Geist hofft nun „auf ein kleines Wunder“, das den SVS vor dem Gang in die Landesliga bewahrt. Doch an den Klassenerhalt glauben in Sonsbeck nur noch die kühnsten Optimisten.

Technisch starke „Zebras“

Der Tabellenviertletzte hat gestern gegen das technisch starke U23-Team der „Zebras“ wieder alles gegeben, bis zum Umfallen gekämpft und Moral gezeigt. Doch diese Tugenden reichten nicht für einen „Dreier“ – auch, weil Maik Goralski etwas dagegen hatte. Der Kapitän erzielte alle drei Treffer für den MSV, der nach fünf Minuten bereits einem 0:2 hinterher laufen musste. Die Rot-Weißen machten sofort deutlich, dass sie den Platz unbedingt als Sieger verlassen wollten. Es war die Anfangsphase des Jonas Gerritzen, der mit dem ebenso antrittsschnellen Sebastian Santana im Sturm auflief. Die Partie war keine Minute alt, da schoss Gerritzen nach einem Stellungsfehler der Duisburger das 1:0. Der Angreifer entwischte in der vierten Minute erneut der MSV-Abwehr, so dass ihn Keeper Fabian Maas nur mit einem Foul stoppen konnte – Elfmeter. Stephan Schneider verwandelte sicher zum 2:0 (5.). Für Gerritzen war die Begegnung nach einem rüden Foul, das Schiedsrichterin Caroline Telahr übersah, noch vor dem Seitenwechsel gelaufen. Er schied mit Verdacht auf eine Kapselverletzung im rechten Fuß aus (40.) und hinterließ eine Lücke, die der eingewechselte Max Fuchs nicht schließen konnte. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war dann Goralski erstmals für den MSV zur Stelle.

Schlafmützigkeit

Im zweiten Abschnitt glich der Angreifer in der 56. Minute aus und bestrafte die Schlafmützigkeit in der Sonsbecker Defensive. Der SVS versuchte weiter, über Konter zum Erfolg zu kommen. Eine Standardsituation führte zum 3:2. Ajdin Mehinovic zirkelte den Ball auf den Kopf von Schneider. Die Duisburger dezimierten sich eine Viertelstunde vor Schluss, als Steffen Böhm Lukas Vengels, der in zuvor gefoult hatte, an den Hals packte und Rot sah. Der folgende Freistoß brache den MSV ins Spiel zurück. Goralski gelang das 3:3 und hinterließ geschockte Hausherren. Die probierten zwar noch mal alles, wurden aber nicht mehr für ihre Mühen belohnt. Geist sprach später so manchen Anhänger aus der Seele, als er sagte: „Diese Sonsbecker Mannschaft hat es nicht verdient, abzusteigen.“

SVS: Taner, Vengels, Schneider, Terlinden, Gerritzen (42. Fuchs), Santana (76. Özcan), Hitzek, Müller, Schoofs, Hahn (81. Pimmingstorfer, Mehinovic.