1:2 in Fischeln: SVS ist nicht mehr zu retten

Schlussmann Ahmet Taner (rechts), hier bei einer Rettungstat,  bewahrte den SV Sonsbeck in Fischeln vor allem in der ersten Hälfte vor einem höheren Rückstand.Foto:Lammertz, Thomas (lamm)
Schlussmann Ahmet Taner (rechts), hier bei einer Rettungstat, bewahrte den SV Sonsbeck in Fischeln vor allem in der ersten Hälfte vor einem höheren Rückstand.Foto:Lammertz, Thomas (lamm)

Der VfR Fischeln hat den SV Sonsbeck gestern Nachmittag in die Landesliga geschossen. Am drittletzten Spieltag verloren die Schützlinge von Trainer Thomas Geist mit 1:2 (0:2) und sind nicht mehr zu retten. Die Konkurrenz „über dem Strich“ ist dem SVS um mindestens acht Punkte enteilt. „Wir sind nicht heute, sondern in der Hinrunde abgestiegen. Nun müssen wir den bitteren Gang in die Landesliga antreten, wollen uns im letzten Heimspiel gegen Hö./Nie aber noch mal von unserer besten Seite zeigen“, resümierte der Coach. Der langjährige Obmann Hans Hahn hat sich sicherlich eine erfreulichere Saison-Bilanz am Ende seiner Amtszeit gewünscht. Denn auch die „Zweite“ steigt aus der Bezirksliga ab. Mit Theo Claßen als Obmann wird der SVS in die neue Spielzeit gehen.

In Fischeln zeigten die Gäste zwei verschiedene Halbzeiten. Vor dem Seitenwechsel traten die Sonsbecker wie ein Absteiger auf. „Man hat der Mannschaft den Druck angemerkt“, so Geist. Den Hausherren, die Gedanken schneller waren, wurden zu viele Freiräume gewehrt. Vor allem Kevin Breuer und David Machnik bekamen die Sonsbecker nicht in den Griff. Die Gäste waren im Vergleich zum letzten Heimspiel nicht wiederzuerkennen. Vorne lief fast nichts zusammen. Keeper Ahmet Taner bekam mehrmals die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Bei beiden Gegentreffern war er machtlos. Eine ansehnliche Kombination schloss Alexander Lipinski zum 1:0 ab (29.), Machnik krönte seine tolle Einzelleistung in der 42. Minute mit einem Schuss in den Giebel. Zuvor hatte Breuer den Pfosten getroffen (31.) und Max Fuchs mit seiner Rettungsaktion auf der Torlinie einen weiteren Gegentreffer verhindert (35.). Die erste richtige Chance für den SVS vergab Bastian Grütter, der für den gesperrten Jan-Paul Hahn in die Anfangsformation zurückkehrte, per Kopf kurz vor Ende der ersten Hälfte. Die zweite Halbzeit konnte aus Sonsbecker Sicht nur besser werden.

Grütter trifft zum Anschluss

Doch kurz nach Wiederanpfiff stand zunächst Ahmet Taner schon wieder im Blickpunkt, der eine VfR-Großchance vereitelte. In der Folgezeit wurde die Geist-Elf mutiger und nahm endlich auch am Spiel teil. Neuen Schwung brachte Jan Pimingstorfer in die Partie, der für den schwachen Sebastian Santana aufs Feld kam. Gleich mit seiner ersten Aktion leitete der A-Junior das Sonsbecker Anschlusstor ein. Nach Zuspiel von Pimingstorfer erzielte Grütter mit einem Flachschuss das 1:2 (58.). Bei Fischeln kehrte der Schlendrian ein, die Gäste witterten Morgenluft. Die größte Möglichkeit zum Ausgleich hatte Robin Schoofs auf dem Fuß. Seinen Schuss konnte Torhüter Björn Blättermann so gerade noch an die Latte lenken (78.).

„Wir haben in der zweiten Halbzeit Klasse gespielt“, so Thomas Geist. Doch die Leistungssteigerung spiegelte sich nicht in Form eines Punktes wider. Auf der anderen Seite traf Angelo Recker den Pfosten (89.). So verließen die Gäste den Kunstrasen nach dem Schlusspfiff mit der Gewissheit, dass sie sich nach den zwei noch ausstehenden Partien vorerst aus der Oberliga verabschieden müssen. Mit Thomas Geist als Trainer geht der SVS in die Landesliga. Die Planungen seien so gut wie abgeschlossen, sagte er gestern.