Wettskandal schockt Milos Mandic
27.11.2009 | 05:00 Uhr 2009-11-27T05:00:00+0100
Freienohl. Der Fußball-Wettskandal hat auch das Sauerland erreicht. „Wir waren alle nichtsahnend”, sagt Milos Mandic aus Freienohl. Milos Mandic ist Torhüter des Regionalligisten SC Verl. Beim Mandic-Club stehen drei Spieler unter Manipulationsverdacht.
Der SC Verl hat inzwischen die Spieler Patrick Neumann und Tim Hagedorn vom Spiel- und Trainingsbetrieb suspendiert. Der dritte unter Verdacht stehende Spieler spielt nicht mehr für die Ostwestfalen. Ein 34 Jahre alter Kaufmann aus Lippstadt, der seit Donnerstag vergangener Woche in Untersuchungshaft sitzt, soll laut Haftbefehl zweimal versucht haben, auf Spieler des SC Verl einzuwirken, um den Spielausgang zu beeinflussen.
In beiden Spielen im Tor
Im Fokus der Ermittler stehen die Partien des SC Verl bei Bor. Mönchengladbach II (4:3) am 30. Mai 2009 und gegen den 1. FC Köln II (0:1) am 6. Juni 2009. In beiden Spielen stand der Freienohler Milos Mandic zwischen den Pfosten. „Ich wusste bis Dienstag nichts von der Sache. Wir waren alle in der Mannschaft geschockt”, sagt Mandic. „Wir müssen die ganze Angelegenheit jetzt schnell verarbeiten, denn wir haben hier einen Job zu machen.”
Mandic ist seit der Saison 2008/09 Vertragsspieler in Verl. Der Vertrag des 24-Jährigen, der bei transfermarkt.de mit einem Marktwert von 50 000 Euro geführt wird, läuft bis 30. Juni 2010. Neben seinem Job in Verl ist Mandic halbtags als Versicherungskaufmann in Arnsberg tätig.
Über Sundern und Lippstadt nach Verl
Mandic hat sein Debüt im Seniorenbereich als A-Jugendlicher beim damaligen Verbandsligisten TuS Sundern gefeiert. Anschließend wechselte der Keeper in die Oberliga zum SV Lippstadt 08 und von dort in die Regionalliga zum SC Verl. „Der Verein, der sehr seriös geführt wird, möchte auch mit mir vorzeitig verlängern”, berichtet Mandic und prophezeit: „Diese Geschichte, die hier bei uns passiert ist, ist nicht der letzte Fall.”

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