Zwei Spiele innerhalb von 22 Stunden

Trainer Jörg von Estorff (links) gibt die Richtung vor: Kathrin Meyer und die Oberliga-Handballerinnen der HSG Menden-Lendringsen wollen am Wochenende vier Punkte einfahren.
Trainer Jörg von Estorff (links) gibt die Richtung vor: Kathrin Meyer und die Oberliga-Handballerinnen der HSG Menden-Lendringsen wollen am Wochenende vier Punkte einfahren.
Foto: Tobias Schad

Menden..  Den Oberliga-Handballerinnen der HSG Menden-Lendringsen steht ein ungewöhnliches Handball-Wochenende bevor. Innerhalb von 22 Stunden spielt der Tabellenzweite des westfälisches Oberhauses zweimal um Punkte.

Diese Konstellation ist entstanden, weil der plötzliche Wintereinbruch am letzten Januar-Wochenende eine Austragung der Partie bei LIT Handball NSM verhinderte. Und diese Begegnung beim Abstiegskandidaten aus Nordhemmern holen die Mendenerinnen am Sonntagnachmittag um 14.30 Uhr nach.

Zuvor gilt es aber, im Heimspiel gegen den Königsborner SV (Samstag, 17 Uhr, Walram-Halle) die imposante Serie mit 14:0 Punkten und einem Toreschnitt von 34,6 Treffern pro Partie auszubauen. „Wir haben derzeit eine gute Form, und die Doppelbelastung können wir auch gut ab“, sagt HSG-Trainer Jörg von Estorff. Diese Situation gab es auch schon zum Saisonstart, als zudem das DHB-Pokalspiel gegen den ASC 09 Dortmund anstand.

„Gegen Königsborn haben wir im Hinspiel die schwächste Saisonleistung gezeigt“, denkt von Estorff ungern an das holprige 25:22 zurück. „Da haben wir mit Ach und Krach gewonnen. Diesmal wollen wir zeigen, dass wir es besser können.“

Der Lokalrivale TV Menden-Schwitten muss bereits am Samstag nach Ostwestfalen reisen. Bei TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck trifft man um 17.45 Uhr auf einen heimstarken Gastgeber (Bilanz bisher: 12:4 Punkte).

„Das wird kein einfaches Spiel“, sagt TVS-Coach Thorsten Stange und richtet sich auf einen unangenehm zu spielenden Gegner ein. „Das war schon im Hinspiel so, und zuhause werden die Jöllenbecker sicherlich noch intensiver zur Sache gehen.“ Ende September 2014 gewannen die Schwittenerinnen hauchdünn mit 31:30.

Das Hauptaugenmerk liegt heute Nachmittag sicherlich auf einer konzentrierten Abwehrarbeit, nachdem man zuletzt im Pokalspiel in Ibbenbüren 46 Tore eingeschenkt bekam. „Wir müssen unsere Deckung stabilisieren, damit wir die Fahrt nicht umsonst machen und mit leeren Händen dastehen“, fordert Trainer Stange von seiner Mannschaft besonderen Einsatz.