Zeitstrafen sind Gift für tapfere Bösperder

Hagen/Bösperde..  Das war ein ernüchternder Abend. Handball-Bezirksligist DJK Bösperde kam am Samstag bei der SG TuRa Halden-Herbeck nicht über ein 25:25 (12:11) hinaus.

„Damit dürften wir uns erst einmal vom Titelkampf verabschiedet haben“, sagte Trainer Klaus Schankowski auf mit Blick auf die Konkurrenten in der Spitzengruppe, die ihre Spiele allesamt gewinnen konnten. „Wir liegen nun drei Punkte zurück – die Meisterschaft werden wohl die anderen unter sich ausmachen.“

Dass Bösperde im Hagener Vorort nur einen Punkt verbuchen durfte, lag sicherlich nicht am Einsatzwillen und Kampfgeist. „Leider haben in wichtigen Momenten die Schiedsrichter ins Spiel eingegriffen“, zürnte Schankowski, der seine Mannschaft bei vielen Entscheidungen benachteiligt sah. „Wir bekamen zum Beispiel viele Zeitstrafen für Allerweltsfouls, die auf der anderen Seite so nicht geahndet wurden.“

Dabei fand Bösperde nach schwachem Beginn (3:9-Rückstand) gut ins Spiel und konnte auch dank einer guten Abwehrarbeit und eines wieder einmal überragend haltenden Torsten Kiwitt gleichziehen und mit einer knappen Führung in die Pause gehen. Bösperde blieb nach dem Seitenwechsel vorn, erkämpfte bis zur 56. Minute einen 24:20-Vorsprung. „Wie die Jungs das gemacht haben, war richtig klasse“, lobte Schankowski seine Akteure, die jedoch danach binnen kürzester Zeit vier Zeitstrafen einstecken (Philipp Wergen Marcus Hünnes, Max Wergen, Dario Esser) und bei 2:6-Unterzahl weiterspielen mussten. Halden verkürzte in dieser Phase auf 24:25 und schaffte auch den Ausgleich. Trotzdem durfte Bösperde noch vom Sieg träumen, aber dem standen drei Holztreffer sowie ein verworfener Freiwurf von Hendrik Sparenberg mit dem Schlusspfiff im Weg.

DJK Bösperde: Kiwitt, Sievert (n.e.); Hendrik und Marcel Sparenberg, Max und Philipp Wergen, Remes, Gödde, Hünnes, Reinicke, Esser, Thonemann, Strotkötter.