Wetzlars wunderbare Werbung

Freuen sich auf das Gastspiel des Bundesligisten HSG Wetzlar: HSG-Vorsitzende Birgit Albrecht und Trainer Micky Reiners.
Freuen sich auf das Gastspiel des Bundesligisten HSG Wetzlar: HSG-Vorsitzende Birgit Albrecht und Trainer Micky Reiners.
Foto: sportpresse-reker.de, Dietmar Reker, www.sportpresse-reker.de
Was wir bereits wissen
Handball total am Wochenende im Walram. Dabei ragt natürlich das Gastspiel des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar am Sonntag (17 Uhr) heraus. Tags zuvor trifft das Oberliga-Team in der Meisterschaft auf Schlusslicht TuS 09 Möllbergen (19 Uhr).

Menden..  Die gastgebende HSG Menden-Lendringsen serviert nach dem TBV Lemgo und SG Flensburg-Handewitt nicht nur einen weiteren Klub aus der deutschen Eliteliga, sondern mit Ivano Balic auch den Welthandballer der Jahre 2003 und 2006.

Der kroatische Nationalspieler – mittlerweile 36 Jahre alt – ist der große Star der Hessen und ließ beim sensationellen Heimsieg gegen die Rhein-Neckar-Löwen (31:27) vor einer Woche sein unglaubliches Handball-Repertoire aufblitzen.

„Wir freuen uns alle sehr auf dieses Spiel“, sagte HSG-Chefin Birgit Albrecht gestern beim Redaktionsbesuch. „Und wir hoffen natürlich, dass wir eine volle Halle haben.“ Davon dürfen die Mendener ausgehen, denn das Interesse ist riesengroß. Im Vorverkauf wurden bis gestern Mittag bereits über 300 Karten abgerufen.

Die HSG war sehr beeindruckt von der Kommunikation mit dem Bundesliga-Neunten.

Über Achim Schürmann, ehemaliger Bundesliga-Spieler des TBV Lemgo und 1992 mit dem OSC Rheinhausen Sauerland-Cup-Sieger bei der männlichen A-Jugend, kam der Kontakt zustande. Schürmann arbeitet für den gemeinsamen Ausrüster „Hummel“. „Wir haben Wetzlar einige Terminvorschläge gemacht, und der 26. April passte denen am besten“, berichtet Birgit Albrecht. „Das war letztlich alles völlig unkompliziert.“

Auch bei Trainer Micky Reiners und seinem Team hat sich längst ein Hochgefühl eingestellt. „Das ist sicherlich ein ganz besonderes Wochenende für uns und den Verein“, sagt der Coach. „Und Wetzlar hat ja auch noch wunderbar Werbung gemacht mit dem Sieg gegen die Rhein-Neckar-Löwen und wird sicher zeigen wollen, welche Athletik, welches Tempo und welche Kraft in der Bundesliga an der Tagesordnung ist.“

Und welche Erwartungen hat der HSG-Trainer? Reiners: „Ich hoffe, dass Wetzlar uns die Chance gibt, einige schöne Tore zu erzielen, und uns nicht mit 50:10 aus der Halle jagen wird.“ Am Sonntag wird auch der an Schulter verletzte Marcel Vogler im Trikot auf der Bank sitzen. „Vielleicht lasse ich ihn den einen oder anderen Siebenmeter werfen“, sagt Micky Reiners und schickt schmunzelnd hinterher: „Wenn wir denn welche kriegen sollten.“

Die HSG möchte die gute Tradition mit Gastspielen von Bundesligisten auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Birgit Albrecht träumt dabei von einem Besuch des THW Kiel in der Hönnestadt.

Utopisch?

Die HSG-Vorsitzende hat dafür schon eine vielversprechende Idee. „Vielleicht kann uns der Papa von Thorben Lommel helfen“, sagt Al-brecht. Der sitzt seit 2014 als Assistenztrainer seines früheren Essener Mitspielers Alfred Gislason auf der THW-Bank.

Aber das ist Zukunftsmusik. Freuen wir uns auf Wetzlar...