Westfalia verbreitet mit Torfestival viel Freude

Robert Ammelt (Mitte) und der TV Halingen schossen die HSG Schwerte-Westhofen beim 48:21-Kantersieg förmlich aus der Halle.
Robert Ammelt (Mitte) und der TV Halingen schossen die HSG Schwerte-Westhofen beim 48:21-Kantersieg förmlich aus der Halle.
Foto: Mark Sonneborn
Was wir bereits wissen
Der TV Halingen bleibt ein heißer Titelkandidat: Im Heimspiel gegen die HSG Schwerte-Westhofen gelang ein rekordverdächtiges 48:21 (27:9).

Halingen..  „Letztes Wochenende hatten wir im Angriff etwas Sand im Getriebe. Ich habe meinen Jungs danach gesagt, dass sie mal wieder richtig Spaß am Spiel haben sollen“, sagte Trainer Christoph Gutzeit.

Sand im Getriebe hatten die Landesliga-Handballer des TV Halingen am Samstagabend beim 48:21 (27:9)-Heimsieg gegen HSG Schwerte-Westhofen wahrlich nicht, und der Spielverlauf steckte sicherlich jeden einzelnen Fan der Westfalia mit dem Spaß an.

Halingen trumpfte von der ersten Minute an auf wie ein Spitzenreiter. Sören Selle zum 1:0, Dennis Bichmann per Tempo zum 2:0, Roman Warland zum 3:0 und erneut Bichmann per Tempo zum 4:0 – in der fünften Minute wussten die Gäste, dass in der Halinger Mehrzweckhalle ein scharfer Wind weht, und der flaute auch nicht ab.

Zwar verkürzten die HSG auf 1:4 und 2:5, doch die Dominanz und Überlegenheit der Halinger war in jeder Situation zu spüren. Der Deckungsinnenblock mit Felix Zenka in der Mitte und Robert Ammelt und Sören Selle auf den Halbpositionen stand wie ein nicht zu überwindendes Bollwerk. Und wenn doch mal ein Ball in Richtung Tor kam, dann stand da ein Torwart Felix Hachmann, der seinen Kasten blendet zu verteidigen wusste.

Halingen zog innerhalb der ersten Viertelstunde auf 14:4 davon wobei es Ammelt vorbehalten war, den Vorsprung zweistellig zu gestalten. Die Gastgeber zeigten sich im Angriff variabel, wobei sich auf HSG-Seite schnell Frustration breit machte. Aber auch Gutzeit wirkte nicht so entspannt, wie er es angesichts des Spielverlaufs hätte sein können.

Bichmann schraubte den Vorsprung in der 19. Minute auf 18:5 – schnell wurde klar: Hier brennt nichts mehr an. Aber Halingen blieb hoch konzentriert. So schraubte Selle den Vorsprung auf 15 Tore, und das noch weit vor der Pause – in der 22. Minute traf er zum 22:6. Fast wären die Hausherren bis zum Kabinengang gar auf 20 Tore enteilt, doch Bichmann hatte bei zwei Gegenstößen Pech.

Nach dem Wechsel versuchten die Gäste, die „Strafe“ nicht ganz so hoch ausfallen zu lassen. Aber hristoph Gutzeit schwor sein Team ein: „Die werden jetzt kommen!“ Doch es blieb einseitig: Konstantin Jurek erhöhte auf 30:9. Halingen ließ nicht nach und zeigte in vielen Situationen die Abgeklärtheit einer echten Klassemannschaft, die echte Spielfreude ausstrahlte.

Am Ende ging es für die Gutzeit-Sieben nur noch darum, die 50-Tore-Marke zu knacken. Doch es fehlte einfach das Glück – und vielleicht auch die Puste, denn die Gastgeber erlaubten sich über die gesamten 60 Minuten keinen Durchhänger. Über 34:12 (Dennis Bichmann/41.) und 40:16 (Zenka/48.) strebte Halingen einem überragenden Sieg entgegen.

„Schwerte war heute aber auch ein dankbarer Gegner für uns“, bilanzierte TVH-Coach Gutzeit.

TV Halingen: Hachmann, Swiecz-niek; Schwarz (1), Ammelt (4), Jurek (3), Warland (8), Hennemann (1), Dodt (5/2), Zenka (4), Dennis Bichmann (12), Selle (6), Alex Bichmann (1), Diederich (1), Marius Strotkötter (2).