„Wenn beide Vereine aufsteigen, wird das Osterfeld zur Partymeile“

Volle Kraft voraus: Philipp Wergen und die DJK-Handballer wollen mit einem Sieg gegen den VfB Altena weiter auf Aufstiegskurs bleiben.
Volle Kraft voraus: Philipp Wergen und die DJK-Handballer wollen mit einem Sieg gegen den VfB Altena weiter auf Aufstiegskurs bleiben.
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Die Mendener Handballszene blickt am Wochenende auch nach Bösperde. Die DJK könnte am Samstag zur großen Jubelfeier anstimmen, wenn dem Tabellenführer der Bezirksliga 6 ein Heimsieg gegen den VfB Altena (19 Uhr, Sporthalle Bösperde) gelingen und Verfolger SG Attendorn/Ennest zuvor beim TV Lössel verlieren würde.

Bösperde..  Am vergangenen Wochenende nutzten die Bösperder eine Attendorner Niederlage nicht, um den Vorsprung auf drei Punkte auszubauen. Bei der HSG Lüdenscheid II gab es in letzter Sekunde durch einen recht zweifelhaften Siebenmeter eine bittere 22:23-Niederlage.

Im Vorfeld der Partie sprachen wir mit DJK-Kapitän Philipp Wergen (23) über die Ausgangsposition, die Bedeutung eines Aufstiegs für den Bösperder Handball und mögliche Derbys in der Landesliga.

Frage: Trotz der Niederlage in Lüdenscheid habt Ihr weiter die beste Ausgangsposition. Wie fühlt sich das an – zwei Spieltage vor Schluss die große Chance zu haben, in die Landesliga aufzusteigen?

Philipp Wergen: Natürlich ist es schön, auf dem ersten Platz zu stehen. Jedoch gibt es für gegnerische Teams nichts Schöneres als gegen den Tabellenführer zu gewinnen – das haben wir in Lüdenscheid gemerkt. Mir ist es aber wichtig, aus eigener Hand den Aufstieg sicher machen zu können.

Entscheidet sich schon am Wochenende die Meisterschaft – immerhin muss Attendorn zum ungeliebten TV Lössel?

Für uns ist der TV Lössel ein absoluter Angstgegner. Ich bezweifle allerdings, dass Attendorn dort Punkte liegen lässt. Deshalb bleibt es wohl spannend bis zum letzten Spieltag.

Wie sehr würde ein Aufstieg dem Handball in Bösperde einen weiteren Schub geben?

Es ist wichtig für die DJK Bösperde sich auch mit den anderen Mendener Vereinen messen zu können. Für talentierte Jugendspieler ist die Landesliga deutlich attraktiver.

Das bedeutet, Ihr schaut, was sich personell in anderen Vereinen tut. Gibt es schon konkrete Namen?

Wir schauen uns nicht bei anderen Vereinen um. Wenn einer von auswärts käme, wäre das schön. Aber wir haben in den letzten Jahren auch immer unsere Jugendlichen eingebaut und sind eigentlich im Moment ganz gut aufgestellt. Der Kader bleibt so zusammen. Möglich ist aber, dass uns zwei, drei Spieler aus beruflichen Gründen verlassen werden. Aber das entscheidet sich erst in den kommenden Wochen. Da müssen wir dann gucken, welche Positionen das sind.

Worauf führen Sie die tolle Saison Ihres Teams zurück?

Durch individuelle Stärke können wir wohl alle nicht glänzen. Das sieht als Team ganz anders aus. Die Erfolge lassen sich besonders auf das langjährige Zusammenspiel und die jahrelange Freundschaft zurückführen.

Welchen Anteil hat der Trainer- und Betreuerstab?

Unsere Trainer sind zwei völlig unterschiedliche Menschen. Klaus Schankowski ist meist sehr zielstrebig, direkt und ideenreich. Andre Nophut ist dagegen diplomatisch, verständnisvoll und vor allem emotional. Mit der Unterstützung von Hans-Jürgen Kasselmann als Konditionstrainer und Christian Heinrich als Physio haben wir ein sehr buntes Team. Diese Kombination finde ich enorm wichtig.

Solltet Ihr nur Platz zwei schaffen, bedeutet das volle Konzentration auf die Relegation, oder?

Noch ist ja nicht ganz klar, ob es die Relegation überhaupt gibt. Das hängt ja wohl vom Abstieg aus der dritten Liga ab. Aber wenn, dann werden wir uns voll ‘reinhängen und Vollgas geben.

Würdest Ihr Euch wünschen, dass Ihr im Falle eines Aufstiegs auch auf den TV Halingen trefft?

Klar freuen wir uns auf jedes Lokalderby in der Meisterschaft. Bei der beeindruckenden Leistung von Halingen gönne ich ihnen aber auch den Aufstieg in die Verbandsliga. Vorausgesetzt wir steigen beide auf, wird das Osterfeld zur Partymeile.

Ist denn schon etwas vorbereitet für eine spontane Feier?

Wer uns kennt, der weiß, dass es in Bösperde nie Probleme mit dem Feiern gibt. Wir wollen aber zunächst einmal konzentriert in die letzten beiden Spiele gehen.