Vorsicht vor Schwelms Duo Rode und Meuren

Das Harzverbot wie zum Beispiel in der Warsteiner Halle ist nicht sein Ding. Tihomir Knez beschränkte sich daher aufs Coachen. Am Sonntag will der Schwittener Spielertrainer wieder aktiv ins Geschehen eingreifen.
Das Harzverbot wie zum Beispiel in der Warsteiner Halle ist nicht sein Ding. Tihomir Knez beschränkte sich daher aufs Coachen. Am Sonntag will der Schwittener Spielertrainer wieder aktiv ins Geschehen eingreifen.
Foto: Georg Giannakis
Was wir bereits wissen
Der TV Schwitten setzt am Sonntag die Saison mit einem Heimspiel gegen RE Schwelm fort – eine knifflge Aufgabe gegen zuletzt sehr erfolgreiche Gäste.

Schwitten..  Ohne Emotionen kann man Dunkelheit nicht in Licht und Apathie nicht in Bewegung verwandeln“, sagte einst der Schweizer Psychologe Carl Gustav Jung. Nun, der heimische Handball-Landesligist TV Menden-Schwitten zeigte bei zurückliegenden 26:24-Sieg beim bis dato daheim ungeschlagenen VfS Warstein eben genau diese Emotionen und setzte sich damit auf Tabellenrang drei fest.

Dass dies auch am Saisonende ein gern genommener Platz im Tableau der Landesliga 4 wäre, hatte Spielertrainer Tihomir Knez schon vor einigen Wochen betont. Und am Sonntag kann und soll dieser Rang nach Möglichkeit durch einen Heimsieg über RE Schwelm zementiert werden (Anwurf: 17.30 Uhr, Kreissporthalle).

„Aber wir wissen, dass ein Gegner auf uns wartet, der mit viel Selbstvertrauen anreist“, hebt Knez schon jetzt warnend den Zeigefinger. Denn das Team um den in Menden bestens bekannten Trainer Kai Henning (einst HSG Menden-Lendringsen II) hat die letzten vier Spiele in Serie gewonnen und sich damit einen komfortablen Vorsprung auf die Abstiegsränge verschafft.

Dies ist keine Überraschung, wenn man sich den Kader des Gastes anschaut. Aber mit dem oberliga-erprobten Regisseur Rode oder Goalgetter Meuren verfügen die Handballer aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis über zwei echte Hochkaräter, gegen die die Schwittener Deckung hellwach sein sollte.

„Das ist uns in Warstein gut gelungen, wir haben nur 24 Gegentreffer zugelassen, das war schon stark“, so Tihomir Knez, der sich vor einer Woche ob des Harzverbots selbst in die Zuschauerrolle versetzte. „Ich habe ja schon mehrfach betont, dass für mich Handball ohne Harz keinen großen Sinn ergibt. Außerdem hat die Partie ja deutlich gezeigt, dass die Jungs auf mich als Mitspieler nicht unbedingt angewiesen sind“, so der 37-Jährige. Dass ihn dies freut, liegt auf der Hand. Es bedeutet freilich nicht, dass seine Zuschauerrolle jetzt zum Dauerzustand wird – dafür ist der Routinier vor allem im Angriff immer noch viel zu wichtig.

Wichtig war auch, dass man nach der apathischen Vorstellung vor 14 Tagen gegen Kellerkind VfL Eintracht Hagen III (21:27) direkt wieder in die Erfolgsspur zurückkehrte, und dies mit einer famosen kämpferischen Leistung. „Es macht mich schon stolz, dass wir das erste Team waren, das in Warstein gewonnen hat. Die Jungs haben alle einen prima Job gemacht und gezeigt, dass sie in dieser Saison noch so viel Punkte wie möglich holen wollen.“

Dass es tabellarisch nur noch um die goldene Ananas geht, weiß Knez natürlich längst, „aber wenn wir schon auf das Parkett gehen, will ich auch gewinnen“. Damit dies gegen Schwelm gelingt, wird eine ähnlich fokussierte und emotionale Leistung nötig sein wie zuletzt. Dann kann es tabellarisch noch mehr Licht geben als ohnehin schon. „Wir werden uns Mühe geben“, so Knez. Na dann ...