Von Estorff setzt auf 35-er Schnitt

Ann-Kathrin Stratmann und die HSG-Handballerinnen wollen im Heimspiel gegen TuRa Bergkamen ihre weiße Heimweste ausbauen.
Ann-Kathrin Stratmann und die HSG-Handballerinnen wollen im Heimspiel gegen TuRa Bergkamen ihre weiße Heimweste ausbauen.
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Weiter geht’s. Für die Mendener Damenteams verlief die Hinrunde in der Handball-Oberliga bislang sehr erfolgreich. Das Hönnestadt-Duo verfolgt hartnäckig den derzeitigen Tabellenführer SC DJK Everswinkel, beide Teams haben nur einen Punkt Rückstand auf die Münsterländer.

Menden..  Bevor am 31. Januar in der Walram-Halle mit dem Derby das nächste große Highlight für beide Mannschaften steigt, müssen sie zuvor ihre Pflichtaufgaben erfüllen. Und die sind am Samstag nicht von Pappe. Während die HSG Menden-Lendringsen das Team vom HC TuRa Bergkamen im Walram erwartet, muss der TV Menden-Schwitten nach Bochum zum SV Teutonia Riemke.

HSG-Coach Jörg von Estorff ist nach dem Pokalsieg am Donnerstag beim Verbandsliga-Primus TV Arnsberg (31:27), der ohne Torjäger Anka Stratmann herausgeworfen wurde, optimistisch. „Sicher darf man Bergkamen nicht unterschätzen. Die haben bisher eine gute Serie gespielt, aber ich bin positiv gestimmt. Erstens, weil wir zuhause spielen, und zweitens, weil unsere Offensive in den Heimspielen einen Schnitt von 35 Toren aufzuweisen hat“, so der Trainer.

Warnung ist der HSG aber die schmerzhafte Niederlage in der vergangenen Saison in Bergkamen (24:27). „Da hat TuRa sehr mutig gespielt und hatte eine sensationell starke Torhüterin“, erinnert sich von Estorff.

Die am Donnerstag fehlende Anka Stratmann steht wieder im Aufgebot, „obwohl sie noch nicht ganz fit ist“, sagt der HSG-Trainer. In Richtung Bestform sieht er die lange an einer Verletzung laborierende Lisa Neuhaus. „In Arnsberg hat sie gute Ansätze gezeigt, und das Knie hat gehalten.“

Nachbar TV Menden-Schwitten steht vor einer kniffligen Auswärtsaufgabe in Riemke. „Das ist sicher eine Herausforderung für uns“, bestätigt TVS-Trainer Thorsten Stange. „Aber es gibt keinen Anlass zu denken, dass wir das Spiel nicht gewinnen könnten.“

Das macht der Dortmunder nicht nur daran fest, dass er personell die beste Formation aufbieten kann, sondern auch an der guten Trainingsarbeit in der Weihnachtspause. „Wir haben gut trainiert und einiges einstudieren können“, sagte Stange vor der heutigen Partie.

An das Nachbarschaftsduell mit der HSG denken weder er noch seine Spielerinnen. „Das Spiel ist noch ganz weit weg, wir sind noch nicht darauf fixiert.“

So geht es auch der HSG. „In diesem Spiel werden sicher ganz wichtige Punkte um den Aufstieg vergeben, aber das ist alles noch Zukunftsmusik“, sagt Jörg von Estorff. Zumal bis dahin noch drei Spiele auf dem Programm stehen.