Vom Langstrecken-Talent zum Sprinter-Ass

Der Erfolg sorgt für gute Laune: Christian Apprecht (rechts/hier mit Marvin Rudnik und Sami Ritzmann)  hat die Umstellung auf die kurzen Laufstrecken bestens gemeistert.
Der Erfolg sorgt für gute Laune: Christian Apprecht (rechts/hier mit Marvin Rudnik und Sami Ritzmann) hat die Umstellung auf die kurzen Laufstrecken bestens gemeistert.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Christian Apprecht (MC Menden) ist die Umstellung auf die kurzen Laufstrecken gelungen. Am Sonntag startet er bei den Westdeutschen in Dortmund.

Menden..  Auch wenn die Trainingsbedingungen im Winter alles andere als förderlich für eine Teilnahme an der Hallensaison ist, nimmt der Nachwuchs des Marathon-Clubs Menden doch mit großen Erfolg an ausgewählten Hallensportfesten teil. Die Zwischenbilanz zeigt eindeutig, dass hier auf hohem Niveau kontinuierlich deutliche Fortschritte erzielt wurden.

Allen voran geht hier sicherlich Christian Apprecht, der nach seiner im vergangenen Jahr begonnenen Umstellung vom „Westfalenmeister auf allen Langstrecken des Schülerbereichs“ auf den Langsprint jetzt vor den Westdeutschen Meisterschaften am kommenden Sonntag in Dortmund eine positive Bilanz ziehen kann.

Trainer Kasselmann ist von seinem Talent natürlich angetan. „Christian hat sich innerlich auf diesen in der Fachwelt eigentlich kaum für möglich gehaltenen Schritt mit viel Begeisterung und hohem Einsatz eingelassen“, sagt der Mendener, der beim MCM zudem die Position des zweiten Vorsitzenden bekleidet. „Obwohl ich im Sprintbereich als Trainer noch nicht sehr viel Erfahrung hatte, konnten wir diesen Weg Stück für Stück gemeinsam gehen. Ich selbst in der Theorie immer einen Schritt voraus, hat Christian in der täglichen Trainingsarbeit viele Einzelheiten auch intuitiv richtig gemacht. Wir haben beide wohl sehr viel voneinander gelernt“, so Kasselmann weiter.

Die Ergebnisse sprechen für sich. So stehen mit der vor den Weihnachtsfeiertagen über 400 Meter in Paderborn gelaufenen 51,61 Sekunden eine Bestzeit auf dem Konto, mit der Christian Apprecht in der Meldeliste für die „Westdeutschen“ an dritter Stelle geführt wird.

Nach der obligatorischen Wintergrippe war zwar der Wiedereinstieg im Januar in den bisherigen Meisterschaftsrennen über 400 Meter nicht wie erhofft erfolgreich – bei den Westdeutschen U20-Hallenmeisterschaften blieb er als Siebter unter seinen Möglichkeiten, bei den „Westfälischen“ der U18 belegte er den fünften Platz.

Am vergangenen Wochenende konnte das MCM-Talent wieder völlig gesund beim Dortmunder Hallensportfest auch auf den kürzeren Sprintstrecken sein Gesellenstück abliefern. Auf dem 200-Meter-Hallenrund wurde er im stark besetzten Teilnehmerfeld mit Bestzeit (23,68) Zweiter. Als faustdicke Überraschung konnte dann der erste Platz über den Kurzsprint über 60 Meter (7,53) gelten. „Die Umstellung ist gelungen – da ist jetzt vieles möglich“, blickt Trainer Kasselmann vor den „Westdeutschen“ zuversichtlich nach vorn.

Auch die jüngeren Nachwuchsathleten des MCM stellen ihre Leistungsstärke in der Halle eindrucksvoll unter Beweis. Einen ganz deutlichen Sprung nach vorn haben dabei vor allem Patrick Schäfer (M12) und Neo Friese (M10) gemacht. Mit ihren Zeiten von 2:35,74 beziehungsweise 2:42,70 Minuten auf der 800-Meter-Distanz liegen sie in der Entwicklung in ihren Jahrgängen in Westfalen ganz vorne.

Auch die Ergebnisse der anderen Starter konnten sich sehen lassen. In Dortmund wurden auf den 800 Metern Nike Friese (W12) mit einer Bestzeit von 2:54,03 Minute Sechste, Nouri Friese (M9) mit 3:06,31 Minuten sogar Erster. Mari Harnischmacher (WU18) belegte mit eiBestzeit (2:33,67) Rang fünf, Senja Ritzmann (W14/2:34,69) wurde Vierte. MCM-Neuzugang Kim Daniels (W11/2:58,29) sicherte sich ebenfalls Position vier und schaffte zudem eine deutliche Verbesserung im 50-MeterSprint (8,46).