VfL schafft es aus eigener Kraft

Platte Heide..  Totgesagte leben länger. Wie oft hatten so genannte Experten den VfL Platte Heide in dieser Saison nicht schon abgeschrieben. Gestern folgte das Happy-End für die A-Liga-Kicker vom Hülschenbrauck.

Das mit viel Herzblut erkämpfte 1:1 (1:0)-Unentschieden gegen den bereits feststehenden Meister und Bezirksliga-Aufsteiger ASSV Letmathe bescherte der Mannschaft von Trainer Petros Tsamatos und Markus Lage den Klassenerhalt.

Petros Tsamatos war nach den nervenaufreibenden 90 Minuten noch völlig aufgewühlt. „Ich muss erst einmal runter kommen nach diesen aufregenden 90 Minuten“, sagte der VfL-Coach. „Wir haben eine Topleistung gezeigt – vor allem taktisch war das super.“

Nicht zuletzt war es auch sein Verdienst, dass die Klasse gehalten werden konnte. Der Kompetenz-Wechsel im Laufe der Saison mit Markus Lage gab dem Team einen großen Schub. „Die Mannschaft ist mir bedingungslos gefolgt, das war der Schlüssel“, so Tsamatos.

Gegen Letmathe zeigte der VfL von Beginn an, dass er unbedingt den fehlenden Punkt einfahren wollte. Die Gäste taten zunächst nicht mehr als nötig und ließen nach 13 Minuten auch die Führung der Gastgeber zu. Torwart Laske konnte einen Schuss von Yannick Auer nicht festhalten – Matthias Lage staubte ab (13.). Julian Seelings Kopfball nach einem Freistoß von Dennis Meinhold hätte fast sogar das zweite Tor gebracht (31.).

Nach dem Wechsel legte Letmathe zu und setzte die Platte Heider mächtig unter Druck. Schnell fiel durch Faust der Ausgleich (52.), aber die Gastgeber verteidigten weiter bravourös und konnten immer wieder gute Konter fahren. Als Meinhold geschickt auf Moaz Hamoudeh durchsteckte, stand nur Torwart Laske im Weg (64.).

In der Schlussphase musste der VfL aber mächtig bangen, weil sich Meinhold innerhalb von 30 Sekunden zwei gelbe Karten (Meckern und Foulspiel) abholte. VfL-Torwart Jaskowski bewahrte sein Team aber vor dem Rückstand – die Parade gegen Keskins Kopfball war sensationell (72.).

Yannick Auer verpasste dann wenig später die Entscheidung, weil er aus kurzer Entfernung am ASSV-Keeper scheiterte. So musste man bis zum Schluss zittern, aber nach dem Schlusspfiff von Schiri Cantarella kannte der Jubel am Hülschenbrauck keine Grenzen.

„Wir haben es aus eigener Kraft geschafft und das ist sensationell“, sagte Petros Tsamatos und musste eine Wasserdusche von Julian Seeling über sich ergehen lassen.