VfL Platte Heide düpiert lustlose Bremkes-Kicker

GWM-Akteur Sven Barnefske (hier beim Kopfball gegen Platte Heides Fabian Schelte) konnte sich nur selten gegen die Gastgeber durchsetzen. Am Ende hatte der Favorit mit 1:4 verloren.
GWM-Akteur Sven Barnefske (hier beim Kopfball gegen Platte Heides Fabian Schelte) konnte sich nur selten gegen die Gastgeber durchsetzen. Am Ende hatte der Favorit mit 1:4 verloren.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Dass am Dienstag bei der DJK Grün-Weiß Menden nicht trainiert wird, ist angesichts der peinlichen sportlichen Darbietung gestern Nachmittag nicht verwunderlich. Denn die 1:4 (1:0)-Pleite im Osterderby bei Kellerkind VfL Platte Heide zeigte einmal mehr, dass die Bremkes-Elf in 2015 völlig mentalitätslos agiert.

Platte Heide..  „Wir haben auch heute die nötigen Grundtugenden vermissen lassen wie in der gesamten Vorbereitung auf diese Rückserie“, so Coach Harald Bremkes. In der Tat war es albern, wie eine Mannschaft, die in der Hinrunde noch als Aufstiegsanwärter galt, sich vom gastgebenden VfL den Schneid abkaufen ließ.

Dabei deutete zunächst nicht viel auf eine Überraschung hin, denn im ersten Abschnitt beherrschte der Gast die Begegnung ohne Mühe, „weil wir zu viel Respekt gezeigt haben“, so VfL-Trainer Markus Lage. Die logische Konsequenz war das 0:1 durch Orfano, der nach Maffeis Ecke am langen Pfosten vollstreckte (23.).

Aber danach setzte der große Favorit nicht konsequent nach und versäumte es, den limitierten Hausherren frühzeitig den Garaus zu machen. Die wurden zunehmend mutiger, bei Hauffs Schuss parierte Dierks glänend (40.). „Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass wir konsequenter auf den zweiten Treffer spielen müssen, aber das haben einige wohl nicht gehört“, so Harald Bremkes.

In der Tat war es frappierend, mit wie wenig Einstellung die Gäste in die zwei Hälfte gingen. Ohne Kontakt zu Gegenspielern und mit einer Laufbereitschaft, die eher an einen Einkaufsbummel als eine Sportart erinnerte, baute man die Lage-Elf minütlich mehr auf. Die spielte nun zielstrebiger und wurde belohnt, als Hauf nach einer Hereingabe clever ablegte und Paszdior gegen den desorientierten Alter zum Ausgleich traf (57.).

Auch dies reichte nicht als Weckruf, weil Barry Alcock und Co. kaum noch einen produktiven Angriff initiierten und am Spiel gegen den Ball überhaupt nicht mehr teilnahmen. Zwar verzog Paszdior zunächst noch, aber dann war es soweit, als Dierks zunächst glänzend gegen Hamoudeh parierte und Auer den Abpraller einnetzte (79.).

„Wenn ihr keinen Bock habt, dann geht vom Platz“, wütete der GWM-Keeper anschließend in Richtung seiner Mitspieler. Die betätigten sich weiter als Platter Heider Aufbauhelfer. Alcocks dummes Foul an der Seitenauslinie gegen Pasdzior führte zu einem unnötigen Freistoß. Den flankte Meinhold auf Seeling, dessen Kopfball Dierks noch toll parierte. Aber da Yildiz und Co. weiter schliefen, nahm Seeling den zweiten Ball auf und machte mit dem 3:1 alles klar (85.).

„Wir haben mit viel Leidenschaft diese Partie gedreht, das gibt und Moral für die nächsten Wochen“, jubelte VfL-Trainer Markus Lage nach der Partie.