TVS-Rückkehr auf Gewinnerseite?

Weiter geht’s! Julia Wiemann (beim Wurf) und der TV Schwitten haben die Derbypleite bei der HSG Menden-Lendringsen verdaut und wollen nach nunmehr zwei Niederlagen zurück in die Erfolgsspur.
Weiter geht’s! Julia Wiemann (beim Wurf) und der TV Schwitten haben die Derbypleite bei der HSG Menden-Lendringsen verdaut und wollen nach nunmehr zwei Niederlagen zurück in die Erfolgsspur.
Foto: WP

Menden..  Das Duell der heimischen Branchenführer in Sachen Damenhandball ist abgehakt, der 32:19-Triumph der HSG Menden-Lendringsen über den Ortsrivalen TV Menden-Schwitten vor nahezu 500 Zuschauern in der Walram-Halle war zwar zu Wochenbeginn noch ein Thema. Allerdings blicken die beiden Oberligisten inzwischen schon wieder nach vorn.

„Die Stimmung in der Mannschaft ist nicht schlecht“, sagt Schwittens Trainer Thorsten Stange, ohne noch einmal auf das Derby eingehen zu wollen. „Natürlich haben wir uns darüber geärgert, dass wir zwei Spitzenspiele verloren haben“, richtet Stange doch noch den Blick in den Rückspiegel und meint damit auch das 28:37 gegen Primus SC DJK Everswinkel. „Aber es geht weiter, auf uns warten noch interessante Aufgaben.“

Zum Beispiel das nun anstehende Heimspiel gegen den TSV Oerlinghausen (Sonntag, 15.30 Uhr, Kreissporthalle). „Ich bin jedoch sehr ergebnis-offen“, macht Thorsten Stange deutlich, dass er nicht viel über die Gäste aus Ostwestfalen wisse. „Die sollen zwei starke Außen haben. Aber wir möchten lieber unser Spiel spielen als auf den Gegner zu schauen.“

Die Voraussetzung für eine Rückkehr in die Erfolgsspur sind jedoch nicht rosig. Denn neben Kati Wiemann (Rückenprobleme) und Jana Höhm (Klassenfahrt) fehlt auch Torfrau Clarissa Gevargez, die aus Studiengründen nicht zur Verfügung steht.

Konzentration aufs Tagesgeschäft

Solche Sorgen hat der Ortsnachbar vom Walram derzeit nicht. „Bei uns sind alle fit, alle sind an Bord“, sagt Jörg von Estorff. Der Trainer der HSG Menden-Lendringsen berichtet von einer prächtigen Stimmung in seinem, und er erzählt, dass man den Derbysieg gegen Schwitten genossen habe. „Das war ein Top-Ergebnis vor einer Top-Kulisse – das war schon stark“, so vom Estorff, der aber sogleich die Konzentration wieder auf Tagesgeschäft lenkt.

Und das beschert dem heimischen Titelanwärter die Fahrt zur DJK Coesfeld. „Wir wollen gewinnen, und wir müssen gewinnen – um an Everswinkel dran zu bleiben“, fordert der HSG-Coach von seinen Damen auch diesmal eine starke Vorstellung, die zwei weitere Punkte auf der Habenseite bescheren soll. „Wir dürfen uns in Coesfeld keine Blöße geben.“

Mit anderen Worten: Bei den HSG-Damen ist der Fokus bereits auf den 21. März gerichtet. Dann ist Everswinkel zu Gast im Walram – zum wohl entscheidenden Match im Kampf um die Meisterschaft.