TVS patzt in der Deckung und verpasst das westfälische Finale

In dieser Szene kann sich Jana Höhm (Mitte) gegen die ISV-Abwehr durchsetzen, aber über die gesamte Spielzeit zeigte der Verbandsligist die bessere Leistung und zog verdient in HVW-Finale ein.
In dieser Szene kann sich Jana Höhm (Mitte) gegen die ISV-Abwehr durchsetzen, aber über die gesamte Spielzeit zeigte der Verbandsligist die bessere Leistung und zog verdient in HVW-Finale ein.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Traum vom Erreichen der ersten DHB-Pokalrunde ist ausgeträumt. Die Oberliga-Handballerinnen des TV Menden-Schwitten verabschiedeten sich am Sonntagnachmittag aus Wettbewerb des westfälischen Handball-Verbandes. Beim Verbandsligisten Ibbenbürener SpVgg. 08 verloren die „Schnitten“ mit 39:46 (21:19).

Schwitten..  „Wir hatten überhaupt keine Zugriff in der Deckung“, berichtete Teamsprechein Julia Wiemann von einem Spiel, in der beide Mannschaften im Angriff mit offenem Visier auftrumpften, in der Deckung aber mit vielen Defiziten für eine wahre Torflut sorgten.

In der ersten Halbzeit konnte der TVS die Partie noch positiv gestalten. Aus einem 3:4-Rückstand machte man durch Anna Köhler (2) und Kati Wiemann ein 6:4 (9.) und auch beim 13:10 (18.), das Julia Wiemann, Anna Köhler und Nicole Petrias herauswarfen, sah es noch gut aus.

Zwar gelang Ibbenbüren nach 22 Minuten wieder der Ausgleich (15:15), aber Kati Wiemann und Alicia Gutzeit per Gegenstoß sorgten erneut für einen Drei-Tore-Vorsprung (20:17) und die knappe Führung zur Halbzeit war nicht einmal unverdient.

Nach dem Wechsel wirkte der Tabellenführer der Verbandsliga 1 aber entschlossener, während bei Schwitten die Gegenwehr immer weniger wurde. „Bei uns haben sich die Karnevals-Nachwehen und die wenigen Wechselmöglichkeiten bemerkbar gemacht“, sagte Julia Wiemann. Zudem war Torhüterin Julia Schäfer gesundheitlich nicht auf der Höhe, so dass zwischenzeitlich Kati Wiemann das TVS-Tor hütete.

Ibbenbüren ließ sich nun nicht mehr aus der Erfolgsspur bringen, ging nach dem 22:20 für Schwitten beim 25:24 (37.) durch die starke Kreisläuferin Ramona Brüning (14 Treffer) erstmals wieder in Führung.

Schwitten blieb bis zum 32:30 (44.) durch Nicole Petrias noch auf Tuchfühlung, aber spätestens beim 35:30 (47.) war die Partie gelaufen. Weder Julia Wiemann noch Jana Höhm, die am Wochenende erst aus dem Ski-Urlaub zurückgekehrt war, konnten dem Spiel angesichts schwindender Kräfte noch eine Wende geben.

„39 geworfene Tore sind sehr gut, aber mit 46 Gegentoren kann man kein Spiel gewinnen“, resümierte Julia Wiemann. „Aber man muss auch sagen, dass Ibbenbüren einen guten und schnellen Ball spielt, sehr eingespielt ist und sicher stärker einzuschätzen ist als mancher Oberligist.“