TVS-Erfolg gegen Schlusslicht Wetter fehlt jeglicher Spannungsbogen

Schwitten..  Es lief die 40. Minute in der Handball-Landesligapartie zwischen dem TV Schwitten und Schlusslicht HSG Wetter/Grundschöttel. Ein TVS-Anhänger rief ob der schwerfälligen Bemühungen laut „langweilig“ und gab damit unfreiwillig das Motto dieses Spiels wieder. Der 32:28 (17:13)-Heimsieg um Hinrundenkehraus hatte in der Tat den Unterhaltungswert einer telefonischen Zeitansage.

Dies lang in erster Linie daran, dass der Begegnung jeglicher Spannungsbogen fehlte. In 60 Minuten hatte man nie das Gefühl, die abstiegsbedrohten Gäste aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis könnten wirklich eine Überraschung landen. „Wir haben gewonnen, das zählt“, machte Schwittens Spielertrainer schnell einen Haken an die Partie.

Die begann zunächst noch ausgeglichen, nach Poths Fahrkarte brachte Reuter den Gast sogar in Front (4:5/9.). Danach legte Schwitten – angetrieben vom zunächst sehr dynamischen Tobias Birk – einen Zwischenspurt ein. Birks Treffer zum 10:7 schien ein Wegweiser zu sein (15.).

Doch im Angriff zeigte Schwitten Konzentrationsmängel, sogar vier Siebenmeter ließ man aus. Letztlich war dies unerheblich, nach Knez’ tollen No-look-Pass markierte Hormann das 13:11 (20.). Bis zur Pause blieb man defensiv stabil, Torsten Beckers 15:11 war ein weiterer Schritt Richtung sichere Pausenführung.

Auch nach dem Wechsel war Spannung Fehlanzeige, denn der Gast baute spielerisch deutlich ab. Nach Peicherts Glanztat gegen Middeldorf stellte der bärenstarke Torsten Becker auf 20:13 (34.). Dies war die frühe Vorentscheidung, weil Wetter im aufgebauten Spiel überhaupt nichts einfiel und man einzig und allein nach technischen Fehlern der Hausherren zu Treffern kam.

Dass diese in regelmäßiger Form kamen (Löbbecke, Hormann) war ein Kritikpunkt, den sich Schwitten gefallen lassen musste. Dennoch blieb man mühelos vorne, weil Torsten Beckers Hammer in den Giebel das 23:18 bedeutete (41.). Spätestens, als Sven Becker nach feinem Knez-Anspiel per Heber um 29:23 traf, war der Kuchen gegessen (54.). „Wir haben in der Hinrunde alle Heimspiele gewonnen. Damit kann ich sehr gut leben“, resümierte Tihomir Knez. In der Rückrunde will man „das beste Team vom Rest werden. Wir planen ab jetzt aber auch schon für die neue Serie.“

TV Schwitten: Peichert; Meisterjahn (2), Birk (4), Hormann (1), Oliver Kampmeier, Knez (5/1), Sven Becker (5/2), Pasche, Torsten Becker (10/1), Poth (3), Löbbecke (2).