TV Schwitten verpatzt Auftritt in Lüdenscheid

Schwitten..  Es gibt Niederlagen, die wirken auch am nächsten Tag noch nach. „Das war sehr ärgerlich“, sagte Frank Kampmeier. Der für die Handballer des TV Menden-Schwitten zuständige Fachwart blickte dabei auf eine Partie bei der HSG Lüdenscheid zurück, bei der nicht nur die 25:26 (11:14)-Pleite Frust auslöste. Auch das Zustandekommen der Niederlage sorgte für Verdruss.

„Die Lüdenscheider wollte diesen Sieg unbedingt einfahren, vielleicht hatten sie die etwas bessere Einstellung“, suchte Kampmeier nach Gründen, warum seine Mannschaft letzten Endes verloren hatte. „Vielleicht hatten einige unserer Spieler bereits das Derby gegen Halingen in den Köpfen. Aber Fakt war, dass wir etliche gute Chancen leichtfertig vergeben und einige Bälle teilweise fahrlässig verworfen haben.“

In der Tat konnte Lüdenscheid nach anfänglicher TVS-Dominanz das Blatt wenden. Zwar gingen die Gäste über 1:0 durch Tihomir Knez (4.) und 3:1 (6./Tobias Birk) mit 6:3 (12.) in Führung. Aber schon in der Folgezeit kamen die Hausherren besser ins Spiel und übernahmen mit dem 8:6 (18.) die Regie. Schwitten nutzte danach eine Auszeit zur Neujustierung und schien damit auch erfolgreich zu sein (8:7), aber schon in der Folgezeit hatte Lüdenscheid wieder das Sagen und setzte sich über 11:7 (24.) bis zur Pause auf 14:11 ab.

Schwitten blieb jedoch dran und gestaltete die zweite Halbzeit auch dank stets knapper Abstände spannend (15:14, 20:19, 22:20), fing sich aber kurz vor Schluss das entscheidende 26:24 ein – durch HSG-Akteur Christoph Kämper, der nach zwei Pfostentreffern vom Kreis abstaubte.

Schließlich sah TVS-Spielertrainer Tihomir Knez die rote Karte. Zunächst hatte er wegen Meckerns seine zweite Zeitstrafe erhalten, weil er aber auch danach seinem Unmut freien Lauf lief, gab es für ihn weitere zwei Minuten.

TV Menden-Schwitten: Peichert; Knez (6), Lönnecke (2), Dirk (6), Sven Becker (8/1), Scheiing (2), Torsten Becker (1), Pasche, Oliver Kampmeier, Poth, Hormann.