TV Halingen setzt auf eigene Offensiv-Qualität

Romn Warland und der TV Halingen werden sich nicht nur auf ihre Qualität bei Schüssen aus dem Rückraum verlassen dürfen. Im Spitzenspiel gegen Hohenlimburg ist auch Durchsetzungsvermögen gefragt.
Romn Warland und der TV Halingen werden sich nicht nur auf ihre Qualität bei Schüssen aus dem Rückraum verlassen dürfen. Im Spitzenspiel gegen Hohenlimburg ist auch Durchsetzungsvermögen gefragt.
Foto: Mark Sonneborn

Halingen..  Dieses Match elektisiert die heimische Handball-Szene: Am Samstagabend kommt es zum Gipfeltreffen der Landesliga-Giganten (19.15 Uhr).

Und Gastgeber TV Westfalia Halingen erwartet beim Duell mit Tabellenführer HSG Hohenlimburg eine rappelvolle Mehrzweckhalle. Die WP sprach vor diesem Hit mit TVH-Trainer Christoph Gutzeit.

Frage: Hallo Herr Gutzeit, wie läuft die Vorbereitung auf das Spiel?

Christoph Gutzeit: Die Jungs sind heiß und freuen sich darauf. Alle sind auf Hohenlimburg fokussiert. Ich denke, dass wir eine richtig gute Partie erleben werden.

Gibt es beim Training spezielle Schwerpunkte?

Eigentlich nicht. Wir haben uns am Dienstag ganz normal getroffen und Fußball gespielt – das machen wir eigentlich immer nach erfolgreichen Spielen (am Sonntag gelang in Soest ein 39:36). Ansonsten haben wir locker trainiert und etwas Taktik gemacht. Zum Wochenende hin wird das dann vertieft.

Sie kennen Hohenlimburg nicht nur aus dem Hinspiel, sondern haben diese Mannschaft zudem einige Male beobachten können. Worauf muss man besonders achten?

Das ist eine richtig gute Truppe – sehr spielstark und sehr ausgeglichen besetzt. Hohenlimburg spielt mit viel Tempo und reichlich Technik, das ist deren großes Plus.

Was wird der TVH dagegen setzen?

Wir haben Power und verfügen über einen überragenden Rückraum – Dennis Bichmann, Robert Ammelt und Roman Warland stehen in der Torschützenliste weit oben. Bei Hohenlimburg verteilt sich das über das gesamte Team. Die sind in der Breite ausgeglichener, bei uns gibt es eben dieses starke Trio im Rückraum. Außerdem machen uns gute, junge Spieler wie Marcel Schwarz oder Alexander Bichmann weniger berechenbar. Aber die ganz großen Unterschiede gibt es eigentlich nicht – wir reden hier über Nuancen.

Und wer gewinnt dann?

Am Ende wird sich die Mannschaft durchsetzen, die ihre Nerven besser in den Griff bekommt und eher ihren Rhythmus findet – alles eine Frage der Tagesform.

Wie beurteilen Sie Bogdan und Philipp Wittke, die bei der HSG Menden-Lendringsen viele Jahre lang feste Größen waren, ehe sie nach Hohenlimburg gewechselt sind?

Die sind der Kern der Mannschaft, sie führen ihre Nebenleute und können immer noch entscheidende Akzente setzen. Bei uns ist es Felix Zenka, der ist mit seiner großen Erfahrung der ruhende Pol.

Wie lautet Ihr Tipp?

Am liebsten wäre mir natürlich ein Sieg – mit einem Tor Unterschied würde mir schon reichen.