TV Halingen ist auf Meisterschaft eingestellt

Sein Treffer zum 1:1 gab den Startschuss für eine beeindruckende Halinger Gala: Dominik Diederich (rechts) beteiligte sich daran mit drei Torerfolgen.
Sein Treffer zum 1:1 gab den Startschuss für eine beeindruckende Halinger Gala: Dominik Diederich (rechts) beteiligte sich daran mit drei Torerfolgen.
Foto: Tobias Schad

Halingen..  Beim TV Halingen ist offenbar alles angerichtet. Für die Meisterschaft in der Handball-Landesliga 4 und für den damit verbunden Aufstieg in die Verbandsliga. Nun, ganz soweit ist man sicherlich noch nicht. Und rund um die Mehrzweckhalle wird immer wieder betont, dass zum ganz großen Glück noch einige Punkte fehlen würden. Zumindest jedoch stimmen die Ergebnisse – so auch nach der zurückliegenden Partie am Samstag gegen TG Rote Erde Schwelm.

36:21 (19:8) hieß es nach einem Gala-Auftritt, der wahrlich das Prädikat „meisterlich“ verdient hatte. „Das war rundum gelungen, das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf exakt wider“, sagte Halingens Trainer Christoph Gutzeit mit sichtlich zufriedener Miene und fügte hinzu: „Wir waren klar überlegen und immer präsent – das war stark.“

Sein Trainerkollege Jürgen Maaß – der einstige Halinger Meistermacher darf durchaus auch als planender Teambetreuer bezeichnet werden – sah es ähnlich. „Wir haben Schwelm auch mit einer starken Abwehr bezwungen – wenn nur nicht diese kleinen Flüchtigkeitsfehler gewesen wären“, meinte Maaß. Aber auch er sah angesichts der deutlichen Dominanz auch über leichtfertig vergebene Möglichkeiten wie zum Beispiel die Fahrkarten, die Sören Selle (27.) Marius Strotkötter (21.) oder Dennis Bichmann (22./39.) bei Tempogegenstößen produziert hatten, hinweg.

Wachsende Zwischenstände

Denn die Gesamtleistung passte insgesamt hervorragend und sorgte für allerbeste Stimmung auf der gut besuchten Zuschauertribüne. „Ich glaube, wir steigen auf“, entfuhr es dem ersten Geschäftsführer Olaf Pokroppa angesichts wachsender Spielstände. Auch der TVH-Funktionär hatte seine helle Freude am Tatendrang seiner Handball-Helden, die nur zu Beginn eine Blöße zeigten und das 0:1 schlucken mussten. Aber schon im Gegenzug besorgte Dominik Diederich den Ausgleich – es war der Startschuss für einen furiosen Sturmlauf, der schon nach zehn Minuten eine 7:1-Führung bescherte und auch in der Folgezeit eine Halinger Mannschaft präsentierte, die überhaupt nicht gewillt war, an Intensität nachzulassen. 9:3 (15.), 12:5 (20.), 16:6 (26.), 18:7 (28.) und 19:8 zur Pause – es war beeindruckend, mit welcher Konsequenz das Ergebnis in die Höhe getrieben wurde.

Dabei avancierte Roman Warland zu einem Regisseur, der nicht nur seine Nebenleute klasse in Szene setzte, sondern zudem als Haupttorschütze glänzte. Warland war es auch, der sein Team in der zweiten Hälfte antrieb – Zwischenstände wie das 25:9 (40.), das 30:15 (48.) oder das 34:20 (58.) waren weitere Belege dafür, dass beim TVH bereits alles auf Titelgewinn eingestellt ist.

TV Halingen: Swiecznik (ab 31. Hachmann); Schwarz (1), Robert Ammelt (6), Jurek, Warland (13/5), Hennemann (1), Dodt (1), Dennis Bichmann (8), Selle (2), Diederich (3), Marius Strotkötter (1).