TV Aldekerk holt sich erstmals den Gesamtsieg

Der TV Aldekerk freute sich trotz zweier Finalniederlagen über den Gesamtsieg beim 25. Sauerland-Cup der HSG Menden-Lendringsen.
Der TV Aldekerk freute sich trotz zweier Finalniederlagen über den Gesamtsieg beim 25. Sauerland-Cup der HSG Menden-Lendringsen.
Foto: Tobias Schad

Menden..  Der Gewinn des Sauerland-Cups der HSG Menden-Lendringsen war ein süßer Trost für den TV Aldekerk. Der Klub vom Niederrhein holte erstmals die große und begehrte Trophäe, hatte aber vorher zwei Endspiele verloren.

Der Finalsonntag bei der 25. Auflage des national hochwertigsten Handball-Nachwuchsturniers verlief absolut gegensätzlich. Die Zuschauer in der ausverkauften Kreissporthalle sahen zwei überaus spannende B-Jugend-Endspiele und zwei A-Jugend-Begegnungen, in denen sich schnell die Fronten geklärt hatten und einen eindeutigen Sieger hervorbrachte.

Im ältesten Jahrgang triumphierte mit dem SC DHfK Leipzig das stabilste Teams des Turniers. Und hatte mit Philip Jungemann einen Lokalmatador auch einen Spieler in seinen Reihen, der schon im Vorjahr mit der Leipziger B-Jugend in der Kreissporthalle jubeln durfte (15:13 gegen den VfL Gummersbach).

Durchmarschiert

Schon beim Eröffnungsabend hatten die Sachsen gegen die Mendener Auswahl (25:24) ihre Klasse angedeutet, am Samstag marschierte das Team souverän durch die Vor- und auch am Sonntagmorgen durch die Zwischenrunde. Nur im Halbfinale hatte der SC viel Glück, als man gegen den 1. VfL Potsdam noch einen 7:9-Rückstand umbiegen konnte.

„Wir haben sicherlich nicht durchgängig gut gespielt, aber in den wichtigen Momenten eine gute Leistung abrufen können“, sagte Trainer André Haber nach dem 16:8-Sieg gegen den TV Aldekerk. „Für uns war das Turnier wichtig, um uns gegen Bundesligisten aus anderen Staffeln messen zu können.“ Aber auch für den Gegner hatte Haber ein dickes Lob: „Aldekerk hat als Nicht-Bundesligist einen guten Job gemacht.“

Akku leer

Den machten auch die A-Mädchen vom TSV Bayer 04 Leverkusen. Zum vierten Mal innerhalb von fünf Jahren standen sie im Mendener Finale. Nach dem Sieg 2011 scheiterte der amtierende deutsche Meister 2012 (Borussia Dortmund) und 2014 (HSG Badenstedt), diesmal ließ man dem TV Aldekerk (16:6), der nur bis zum 6:5 (10.) mithielt, keine Chance. „Man hat beiden Mannschaften angemerkt, dass der Akku leer war, aber wir haben das noch ganz gut gelöst“, sagte Trainer Rainer Adams, der nach Erfolgen mit den Jungen von Bayer Dormagen erstmals eine Mädchenmannschaft zum Sieg führte.

Sein Kollege Jörg Hermes, der bereits seine 21. Sauerland-Cup-Teilnahme bestritt, mit den Aldekerker Mädchen 2013 triumphiert und mit dem Neußer HV schon einmal im Finale gestanden hatte, konnte die Niederlage gut verschmerzen. „Für uns war das eine hervorragende Vorbereitung auf den bevorstehenden Bundesliga-Spieltag in Leipzig“, so der TVA-Coach, der das HSG-Turnier mit zwei Worten charakterisierte: „Eine Attraktion.“

Dramatik pur

Dramatisch verlief das B-Jungen-Finale zwischen ART Düsseldorf und TuSEM Essen. Die Essener holten zunächst einen 2:7-Rückstand auf (11:11), hatten dann aber im Siebenmeterwerfen kein Glück mehr. Nachdem sich TuSEM zwei Fehlwürfe geleistet hatte, schoss Moritz Görgen sein Team ins Glück. Düsseldorfs Trainer Benny Daser („Der Sauerland-Cup ist immer ein Highlight“) war natürlich happy: „Es war ein Spiel spitz auf knopf, mit dem glücklichen Ende für uns. Aber wir haben in der Schlussphase nicht den Kopf verloren.“ Dagegen war sein Kollege Florian Kundt stinksauer auf die Schiris. „Wir waren mit Abstand die beste Mannschaft des Turniers.“

Äußerst spannend verlief auch das B-Mädchen-Endspiel. Als sich alle schon auf ein Siebenmeterwerfen eingerichtet hatte, traf Lia Diekmann für die HSG Blomberg/Lippe zum 9:8 und schickte die Girls des TV Aldekerk ins Tal der Tränen.

Fazit des Turnierleiters

Dass auch die Jubiläumsveranstaltung wieder erstklassig bei allen Beteiligten ankam, erfreute natürlich die HSG-Macher. Und Turnierleiter Raimund Giacuzzo zog zudem auch sportlich ein zufriedenstellendes Fazit: „Es war leistungsmäßig eine Steigerung gegenüber dem vergangenen Jahr, und die Spiele liefen viel ausgeglichener.“

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