TuS führt Nuhnetal eine Halbzeit lang vor

Langenholthausen..  Alle Befürchtungen, auf viel Widerstand zu treffen, erwiesen sich als unbegründet. Weil der TuS Langenholthausen eine überragende erste Halbzeit zeigte, feierte der Fußball-Bezirksligist mit dem 6:1 (4:0) gegen den FC Nuhnetal den zweiten Heimsieg im Fußballjahr 2015 und baute den Vorsprung auf einen Abstiegsplatz auf mittlerweile zwölf Punkte aus.

Nach 14 Zählern in den zurückliegenden sechs Spielen ohne Niederlage haben sich die Grün-Weißen im oberen Mittelfeld der Staffel 4 etabliert und dürften wohl kaum noch etwas mit dem Abstiegskampf zu tun haben.

Wohl eher die Gäste aus dem Hochsauerland. Die wurden gestern Nachmittag in den ersten 45 Minuten regelrecht vorgeführt. „Das war gnadenlos gut“, lobte Spielertrainer Michael Erzen sein Team. „Die Freude am Fußball war der Mannschaft anzumerken, und wir kommen spielerisch langsam dahin, wo wir hinwollen.“

Der TuS trat trotz Dauerregens von Beginn an aggressiv und bissig auf, zeigte viel Ballsicherheit und knüpfte da an, „wo wir in Schmallenberg aufgehört haben“ (Erzen). Und die frühe Führung spielte den Gastgebern natürlich voll in die Karten. Bei einem Rückpass erwischte FCN-Verteidiger Mause seinen Keeper auf dem falschen Fuß, und der Ball flutschte auf dem nassen Rasen ins Tor (3.).

Die Langenholthausener setzten nach, verdichteten immer wieder gut das Mittelfeld, so dass Nuhnetal nie die Chance auf ein Aufbauspiel besaß und immer wieder in die Defensive gedrückt wurde. Zunächst konnte Ömer Günes Erzens tolle Vorarbeit nicht verwerten (15.), aber zwei Minuten später schlug es wieder im Gästekasten ein, als Mario Droste mit einem herrlichen 20-Meter-Freistoß in der Winkel erfolgreich war.

Und es ging Schlag auf Schlag weiter, die Hochsauerländer kamen kaum zum Verschnaufen. Nach Erzens Freistoß lupfte Torjäger René Weißbach den Ball gekonnt über Torwart Rübsam – 3:0 (26.). Und nur zwei Minuten später verwertete Droste eine präzise Flanke von Weißbach zum 4:0 (28.).

Und die Gäste? Die kamen nur einmal gefährlich vor das TuS-Tor, weil Schiri Perschke (Hamm) eine Abseitsposition übersah. Aber Reichl konnte nichts mit dem Geschenk anfangen (33.).

In Durchgang zwei schaltete der TuS einige Gänge zurück. „Es ist normal, dass man ‘runterfährt“, so Michael Erzen. Der TuS hatte durch Weißbach (47./Kopfball), Droste (49./geblockt) und Ömer Günes (58/Flanke auf die Latte) dennoch weitere Chancen.

Dass der Gast nach 55 Minuten durch Marius Guntermann auf 4:1 verkürzen konnte, war ein absolutes Geschenk nach einem wahren Fehlpass-Festival in der TuS-Defensive. Dennoch änderte sich an der souveränen Spielführung kaum etwas. Der TuS verwaltete das Ergebnis, von Nuhnetal kam wenig.

In der Schlussphase unterlief Nuhnetal nach einer abgefälschten Ceylan-Flanke ein zweites Eigentor. Den Schlusspunkt setzte Emin Günes mit einem wunderschönen Schlenzer aus 18 Metern ins lange Eck.