TSV Oerlinghausen? Da war doch was!

Menden..  In der Handball-Oberliga der Damen stehen noch vier Spieltage auf den Programm. Während der TV Menden-Schwitten ausnahmsweise am Samstag spielt und Heimrecht gegen den Königsborner SV genießt, steht Tabellenführer HSG Menden-Lendringsen beim Tabellenneunten TSV Oerlinghausen noch einmal vor einer kleinen Herausforderung. Die Ostwestfalen luchsten HSG-Verfolger SC DJK Everswinkel in der Hinrunde beim 18:18 einen Zähler ab.

Punktepolster für den TVS

Sechs Zähler beträgt der Vorsprung des TV Menden-Schwitten auf den vierten Rang. Dieses Punktepolster soll nach der morgigen Partie gegen den Gast aus Unna weiterhin Bestand haben.

„Der dritte Platz ist und bleibt unser Ziel. Aber wir haben ja seit Wochen auch einige Probleme“, erinnert TVS-Trainer Thorsten Stange an die nicht enden wollenden Sorgen um die Besetzung seiner Mannschaft. So fallen morgen mit Julia Wiemann, Julia Pieper, Lisa Schneider und Tina Korte gleich vier Spielerinnen aus den unterschiedlichsten Gründen aus.

„Riesenkompliment an die Mannschaft, wie sie das in den letzten Wochen immer wieder kompensiert hat“, lobt Stange seine Damen für ihre vorbildliche Einstellung. Dass Siege mit einem Tor Unterschied wie zuletzt in Coesfeld für manche glücklich sind, lässt der Polizist nur bedingt gelten. „Glück hat bekanntlich nur der Tüchtige“, so Stange. Das soll auch am Samstag nach dem Königsborn-Spiel Gültigkeit haben.

Weite Auswärtsfahrt

Die HSG Menden-Lendringsen steht vor der weitesten Auswärtsfahrt neben dem Besuch in Bielefeld-Jöllenbeck. Morgen geht es zum TSV Oerlinghausen. Doch nicht nur die 103 Kilometer Anreise nötigen dem Spitzenreiter Respekt ab.

Die „Bergzicken“ gelten gerade in eigener Halle als äußerst kampfstark. So kam die SC DJK Everswinkel nicht über ein Remis hinaus. Aber auch die HSG hat keine guten Erinnerungen an den letzten Besuch in Ostwestfalen. In der vergangenen Saison verlor man dort deutlich.

„Da haben wir noch etwas gutzumachen“, sagt HSG-Trainer Jörg von Estorff. Ansonsten setzt man im Lager des Tabellenführers auf die eigenen Stärken. „Wir sind gut drauf und wollen die letzten vier Spiele nicht mehr verlieren“, sagt der Coach. Denn den Titel wollen sich die Damen aus der Walram-Halle nicht mehr nehmen lassen.