Torschusstraining als Medizin für einen Heimsieg

Marcel Dickehut (links) und Gökhan Gökkaya (rechts) sorgten in den zurückliegenden Wochen für Stabilität in der BSV-Defensive, im Heimspiel gegen Attendorn soll endlich auch der Angriff funktionieren.
Marcel Dickehut (links) und Gökhan Gökkaya (rechts) sorgten in den zurückliegenden Wochen für Stabilität in der BSV-Defensive, im Heimspiel gegen Attendorn soll endlich auch der Angriff funktionieren.
Foto: Tobias Aufmkolk

Menden..  Sechs Spiele haben die Fußballer des BSV Menden in dieser Saison noch zu absolvieren. 540 Minuten Zeit, um die Zukunft in der Landesliga zu sichern. Der nächste Schritt zum Klassenerhalt soll im Heimspiel gegen den SV 04 Attendorn erfolgen (Sonntag, 15 Uhr).

„Alle Weichen sind auf Sieg gestellt“, hält sich BSV-Trainer Sven Nieder auch nicht lange mit dem Ziel für die Partie auf den Naturrasen des Huckenohl-Stadions gegen den Tabellennachbarn auf. Wobei das Selbstbewusstsein auch in der vergangenen Woche gestärkt worden ist.

„Wir haben am Sonntag beim gemeinsamen Essen das Spiel in Hüsten abschließend aufgearbeitet. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut, und wir haben in dieser Woche ausgezeichnet im Training gearbeitet“, gibt es für den Mendener Coach keinen großen Grund zu klagen.

Das momentane BSV-Dilemma ist der Torabschluss. „Wir haben in unserem Spiel eine gute Stabilität. Hinten lassen wir nicht viel zu, und der Ball läuft auch recht sicher in unseren Reihen“, sieht Sven Nieder sein Team auf Kurs.

Zumindest bis zum gegnerischen Strafraum. „Wir haben in dieser Woche beim Training noch einmal Torschüsse geübt. Ich habe den Jungs gesagt, dass sie zielstrebig den Abschluss suchen sollen“, erzählt Sven Nieder. Jeder zusätzliche Schnörkel vor dem gegnerischen Tor kostete nicht nur in Hüsten die Chance auf das langersehnte Erfolgserlebnis. Bleibt zu hoffen, dass das intensive Torschusstraining auch Früchte trägt.

Der Gegner feierte am vergangenen Sonntag mit dem 2:0 über den SC Neheim seinen ersten Sieg im Jahr 2015. „Diese Punkte waren enorm wichtig fur uns“, sagt Attendorns Trainer Lars Mebus und möchte mit seinem Team im Huckenohl den nächsten Dreier einfahren. „Der BSV ist ein direkter Konkurrent“, sieht er sein Team noch nicht auf der sicheren Seite.

Hervorzuheben bei Attendorn sind die Offensivkräfte Hasan Do-grusöz – im Hinspiel zweifacher Torschütze – und Routinier Hakan Firat. Fehlen wird morgen allerdings Abwehrstratege Eugen Litter nach einer roten Karte bei der Niederlage in Bad Berleburg.

Im BSV-Lager mag man sich mit den Personalien des Gegners nur am Rande beschäftigen. „Wir schauen nur auf uns“ so Sven Nieder. Ein Satz, der auch für den Blick auf die Tabelle gilt. „Wir schauen nur bei einem Unentschieden darauf. Denn dann ist es interessant, was bei Hüsten und Siegen passiert“, sagt Sven Nieder.

So bleibt zu hoffen, dass sich am Sonntagnachmittag der Blick auf die Tabelle erübrigt.