Tempospiel und effektive Abwehr sind Baustellen

Fabian Lauber (belim Wurf), Ansgar Heunemann (Nr. 13) und die HSG Menden-Lendringsen trafen in Vermold auf harte Gegenwehr. An Ende stand ein Remis, das nunmehr sechste in der laufenden Oberliga-Saison.
Fabian Lauber (belim Wurf), Ansgar Heunemann (Nr. 13) und die HSG Menden-Lendringsen trafen in Vermold auf harte Gegenwehr. An Ende stand ein Remis, das nunmehr sechste in der laufenden Oberliga-Saison.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Handball-Oberligist HSG Menden-Lendringsen hat nach dem 32:32 in Versmold die Analyse gestartet und dabei einige Baustellen ausgemacht.

Menden..  16:10 Punkte, Platz vier – das ist die Ausbeute von Handball-Oberligist HSG Menden-Lendringsen nach der Hinrunde der Saison 2014/15. Eine Bilanz, die Trainer Micky Reiners und sein Team nicht rundum zufrieden stimmt. „Das eine oder andere Unentschieden zu viel ist sicherlich dabei“, sagt der Coach.

Das traf allerdings nicht auf das 32:32 am Samstag bei Aufsteiger Sportfreunde Loxten zu. Denn mit diesem Ergebnis konnten die Mendener durchaus leben. Denn das sechste Remis im 13. Saisonspiel hatte jedoch auch seine Gründe.

Erstens: Seit einigen Wochen quält sich Spielmacher Marcel Vogler mit Schulterproblemen herum. „Er hat seit Weihnachten nicht richtig trainiert, das hat man gegen Loxten in der ersten Halbzeit gemerkt“, so Trainer Reiners. „Er brauchte einige Zeit, um ins Spiel zu finden.“ Dass der HSG-Mittelmann in der zweiten Halbzeit dennoch Akzente setzte, sprich für die Klasse des Rückraumspielers.

Zweitens: Die Torwartleistung war nicht die, die man vom HSG-Duo kennt. Aber Micky Reiners wollte Christopher Weber und Rico Witt die Flut von Gegentoren nicht ankreiden, sondern nahm sie stattdessen in Schutz. „Die Wurfecken, die ich vorgegeben hatte, passten nicht. Das muss ich auf meine Kappe nehmen“, sagte Micky Reiners. „Vielleicht hätte ich mir mehr als zwei Videos von Loxten anschauen müssen, um ein verlässliches Wurfbild herauszufinden.“

Drittens: Mit Elvir Selmanovic bekam man den Topspieler der Gastgeber nie in den Griff. „Unsere Deckung hat Loxten Würfe erlaubt, die wir unbedingt hätten verhindern müssen. Da hat der Mannschaft in einigen Phasen vielleicht auch die letzte Geilheit gefehlt, um einen Zweikampf zu gewinnen“, so Micky Reiners.

Konsequenz: Für die Rückrunde hat sich die HSG, die mit 2:6 Punkten ohne Sieg in die Saison gestartet war und danach bis heute neunmal in Folge unbesiegt blieb, vorgenommen, zwei Dinge zu verbessern. Das Tempospiel (Reiners: „In das sind wir auch in Loxten nicht richtig hereingekommen“) und die Effektivität in der Abwehrarbeit.

Sollte das gelingen, wird das Team in den 13 Rückrundenspielen sicher weiter um die ersten Plätze mitspielen können. Zum Auftakt geht es am kommenden Samstag zum ASV Senden.

Und zu den Münsterländern fährt man sicherlich auch mit einiger Wut im Bauch, denn an das erste Spiel der Hinrunde (27:27) hat man keine gute Erinnerungen. Damals schnappte der ASV den Mendenern einen scheinbar sicheren 27:23-Vorsprung in den letzten Minuten noch weg und klaute einen Punkt aus der Walram-Halle.

Aber der Trainer ist optimistisch und sagt: „In der vergangenen Saison haben wir gegen Senden drei Punkte geholt, das streben wir auch jetzt wieder an.“