Starts bei DM mit bleibenden Eindrücken von Berlin

Ein Lendringser Trio bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin (von links): Tobias Weingarten, Trainer Georg Weingarten und Lukas Tietze.
Ein Lendringser Trio bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin (von links): Tobias Weingarten, Trainer Georg Weingarten und Lukas Tietze.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Lukas Tietze und Tobias Weingarten hatten von der DM in Berlin etwas mehr erwartet. Von der Hauptstadt aber waren die Bieber-Asse sehr beeindruckt.

Menden..  Wer in Berlin zu Gast ist, der bringt auch viele Eindrücke mit. Vor allen Dingen dann, wenn man zum ersten Mal die Hauptstadt besucht hat. Für Georg und Tobias Weingarten war es in der Tat eine Premiere, Lukas Tietze hingegen kennt sich in Berlin schon ein bisschen aus – und somit konnte der Abiturient die ausführliche Stadtbesichtigung mit wertvollen Tipps garnieren.

Das Trio des SV Bieber 67 Lendringsen verbrachte jedoch nicht nur wegen der berühmten Luft zwei Tage in Berlin. Standen doch die Deutschen Meisterschaften auf dem Programm, Tobias Weingarten und Lukas Tietze hatten sich für die Zeitläufe über 50 Meter Delfin qualifiziert. Wie berichtet, hielt sich dabei die Ausbeute in Grenzen, denn beide Bieber-Schwimmer konnten bei diesem hochkarätig besetzten Wettkampf ihre Bestzeiten nicht bestätigen. „Sie waren nach ihren Rennen doch etwas enttäuscht“, sagte Trainer Georg Weingarten und schilderte damit seine Eindrücke von den Starts seiner Schützlinge. „Die Leistungen an sich waren schon in Ordnung.“

Gehandicapt am Start

Lukas Tietze, der mit einer Teilnahme am B-Finale geliebäugelt hatte und dafür aber unter 25,3 Sekunden hätte bleiben müssen, sah es etwas kritischer. Zumal es am Ende lediglich zu Platz 49 gereicht hatte (26,16). „Die ersten 25 Meter waren ja noch ganz gut, aber nach hinten ‘raus habe ich dann leider zu gemacht – normalerweise läuft es bei mir umgekehrt“, blickte er auf seinen Start zurück. „Ich bin mit einer Bestzeit von 25,68 Sekunden in den Wettkampf gegangen und wollte unbedingt unter 26 Sekunden bleiben, leider hat das nicht ganz geklappt“, erzählte der Hemeraner. Natürlich suchte er nach Gründen, und er berichtete von gesundheitliche Problemen im Vorfeld. „Ich war zwei Wochen krank und konnte danach nur vier Tage trainieren – da fehlte es halt an der Schnelligkeit“, so der 18-Jährige.

Vier Zehntel über der Bestzeit

Für Tobias Weingarten zählte am Ende ebenfalls der olympische Gedanke. Aber auch er wollte eigentlich mehr, als nur dabei sein. „Über 50 Meter Delfin kann alles super machen, oder es geht alles schief – diese Distanz ist so schnell vorbei, da wird jeder Fehler sofort bestraft“, schilderte der 21-Jährige den Wettkampf aus seiner Sicht. So sei der Start ja noch in Ordnung gewesen. „Aber der Rest hat leider nicht mehr ganz so gut geklappt – es lief halt nicht rund“, erzählte Tobias Weingarten, der sich am Ende mit 26,54 Sekunden und Position 63 begnügen musste. „Das waren vier Zehntel über meiner Bestzeit, eigentlich müsste ich schneller sein.“

Auch Tobias Weingarten sah seinen DM-Start eher kritisch. Trotzdem war es für ihn eine Berlin-Premiere mit bleibendem Eindruck. Und so genoss er mit seinen Lendringser Freunden ereignisreiche Stunden in der Hauptstadt, die sich nicht nur auf das Wettkampfgeschehen beschränkten. „Es war schon toll, die vielen Topstars mal hautnah erleben zu können ...“