Spitzenreiter kommt zum Angstgegner

Jana Höhm (links/hier im Heimspiel gegen  den TuS Drolshagen) und die TVS-Damen wollen am Sonntag gegen Tabellenführer SC DJK Everswinkel ihre tadellose Heimserie fortsetzen.
Jana Höhm (links/hier im Heimspiel gegen den TuS Drolshagen) und die TVS-Damen wollen am Sonntag gegen Tabellenführer SC DJK Everswinkel ihre tadellose Heimserie fortsetzen.
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Eine Woche vor dem Derby stehen die heimischen Oberligisten im Blickpunkt. Menden-Lendringsen spielt in Hille, Schwitten empfängt Primus Everswinkel.

Menden..  In der Handball-Oberliga der Damen sind der TV Menden-Schwitten und die HSG Menden-Lendringsen zusammen mit Tabellenführer SC DJK Everswinkel das Maß aller Dinge. Für die Ballwerferinnen des TVS steht am Sonntagnachmittag sogar ein Spitzenspiel an – der Tabellenführer kommt in die Kreissporthalle (15.30 Uhr).

Die Damen aus Schwitten waren bis zum Hinspiel eigentlich so etwas wie ein Angstgegner für den Primus aus Everswinkel. Denn in den bisherigen Duellen hatten die Hönnestädterinnen meistens das bessere Ende für sich. Im September gewann Everswinkel dann mit 27:23.

„Da hatten wir nicht die optimale Vorbereitung“, erinnert sich Julia Wiemann an eine mit Problemen behaftete Anreise in den Kreis Warendorf – und auch vor dem morgigen Match zeigt die routinierte TVS-Akteurin größten Respekt. „Spiele gegen Everswinkel sind körperlich immer sehr anspruchsvoll“, erwartet Julia Wiemann eine umkämpfte Partie.

Das sieht auch TVS-Trainer Thorsten Stange so. „Everswinkel ist eine richtig hohe Hürde, da muss alles stimmen. Das Hinspiel war zwar ausgeglichen, doch wir haben verdient verloren“, sagt der Polizeibeamte.

Everswinkel scheint in dieser Saison das kompletteste Team zu sein. Vor allem defensiv wissen die Münsterländer zu überzeugen. In der Statistik wird das mit nur 293 Gegentoren in 13 Spielen untermauert. Aber auch die Damen aus der Kreissporthalle haben sich in dieser Spielzeit bereits viel Respekt erarbeitet. Die Heimbilanz des TVS ist beeindruckend: Sieben Spiele, sieben Siege. Bleibt das so, würde man in einer Woche als Tabellenführer in das Derby gegen die HSG Menden-Lendringsen gehen. Eine interessante Vorstellung.

Dass diese Partie bei der HSG bereits eine Rolle spielt, mag Jörg von Estorff, nicht verschweigen. „Man würde lügen, wenn man etwas anders behauptet“, sagt der HSG-Trainer. Am Sonntag wird man das Spiel des Lokalrivalen in der Kreissporthalle verfolgen.

Zunächst aber geht es für die HSG an diesem Samstag nach Ostwestfalen zum Ligavorletzten LIT Handball Nordhemmern/Südhemmern/Mindenerwald (17.30 Uhr in Hille). Dort sollten die Schützlinge von Jörg von Estorff klarer Favorit sein – bereits das Hinspiel gewann man sehr deutlich.

„Wir müssen auch dieses Spiel sehr konzentriert angehen“, fordert Jörg von Estorff die nötige Ernsthaftigkeit seiner Damen ein. Doch da braucht er sich eigentlich keine großen Sorgen machen, denn bei seinem Team läuft es derzeit einfach rund. „Die Mädchen sind richtig gut drauf“, berichtet der Coach von sehr engagierten Trainingseinheiten. Und die Spiele – zuletzt gelang ein Kantersieg beim TV Verl – untermauern das eindrucksvoll.