Sommerberger Abschied bringt keine Entspannung

Klare Linie: Der stellvertretende Kreisvorsitzende Horst Reimann sieht keinen Grund, die Abstiegsregelung für die Iserlohner A-Liga zu ändern.
Klare Linie: Der stellvertretende Kreisvorsitzende Horst Reimann sieht keinen Grund, die Abstiegsregelung für die Iserlohner A-Liga zu ändern.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Fußballer sind auf die Zielgerade der Saison 2014/2015 eingebogen. In der Iserlohner A-Liga haben die Mendener Teams mit der Titelvergabe nichts zu tun, dafür jedoch schrillen die Abstiegsglocken beim VfL Platte Heide um so lauter. Dafür sorgt vor allem der Wechsel des TuS Holzen-Sommerberg in den Kreis Dortmund.

Menden..  Denn der Fußball-Kreis Iserlohn wird durch diesen Abschied die Abstiegsregelung nicht ändern. „Der TuS Holzen-Sommerberg wird nicht als Absteiger angesehen“, macht der stellvertretende Kreisvorsitzende Horst Reimann noch einmal deutlich. Absteigen werden somit aus dem Kreisoberhaus, da aus der Bezirksliga höchstwahrscheinlich der VTS Iserlohn zurückkehrt, insgesamt drei Teams.

Erster Absteiger ist die Zweite des BSV Menden. Hinzu kommen die Teams auf den Plätzen 15 und 14 – aktuell sind dies die Sportfreunde Sümmern und der VfL Platte Heide. Und das sorgt sowohl in Sümmern wie auch am Hülschenbrauck für Unverständnis. Zumal die freien Plätze in der A-Liga durch die beiden Tabellenersten der B-Ligen aufgefüllt werden.

„Es ist natürlich für uns schwer nachzuvollziehen, warum ausgerechnet der B-Liga-Zweite direkt aufsteigen soll“, sagt Markus Lage vom VfL Platte Heide.

Für Horst Reimann ist das allerdings die logische Konsequenz. „Ich kann doch nicht eine Mannschaft mit dem frei gewordenen Platz belohnen, die sportlich den Klassenerhalt nicht geschafft hat“, sieht der Kreisfunktionär aus Hennen im direkten Aufstieg der B-Liga-Zweiten den richtigen Weg.

„Das kann man vielleicht so sehen. Mir wäre aber eine sportliche Entscheidung auf dem Platz lieber“, wünscht sich Lage eine Relegation zwischen dem A-Liga-Kellerkind und den B-Liga-Zweiten.

Bei den Sportfreunden Sümmern ist man über diese Entwicklung richtig sauer. „Mir geht es nicht um den Platz von Holzen-Sommerberg. Aber für mich ist eine Frechheit, dass man die B-Liga-Zweiten direkt aufsteigen lässt“, ärgert sich SFS-Trainer Udo Spickhoff über die Vorgehensweise des Kreises. „Voriges Jahr ist Grün-Weiß Menden aus der Bezirksliga abgestiegen, deshalb mussten wir als B-Ligist eine Relegation gegen SG Hemer II spielen.“

Die Debatte auf den Punkt bringt Torsten Strott vom BSV Lendringsen. „Ich kann verstehen, wenn die Klubs nicht begeistert sind. Aber wenn ich nach 28 Spielen nicht genügend Punkte habe, darf und kann ich mich nicht beschweren“, stellt der Polizist die komplette Saison in den Mittelpunkt.