Sechster Sieg in Folge gegen Augustdorf?

Sport, Handball, Menden, Walram-Halle, HSG Menden Lendringsen Herren, TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck, Foto: Tobias Schad
Sport, Handball, Menden, Walram-Halle, HSG Menden Lendringsen Herren, TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck, Foto: Tobias Schad
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Von Statistiken hält Micky Reiners nicht viel. Aber diese gefällt ihm durchaus: Handball-Oberligist HSG Menden-Lendringsen hat die zurückliegenden fünf Spiele gegen die HSG Augustdorf/Hövelhof gewonnen.

Menden..  Bei den Ostwestfalen müssen die Mendener am Samstag (18 Uhr) antreten. „Gegen den sechsten Sieg in Folge würde ich mich nicht wehren“, sagt der HSG-Trainer. „Aber dazu müssen sich meine Jungs richtig ins Zeug legen, und es muss wieder ganz viel passen. Die Liga ist einfach zu ausgeglichen.“

Auch wenn die Augustdorfer, die nach der vergangenen Saison eigentlich abgestiegen waren und erst durch die „Lex HSV Hamburg“ (vor dem Schiedsgericht erzwungenes Startrecht in der Bundesliga) im westfälischen Oberhaus verblieben, um den Klassenerhalt bangen müssen – zuhause sind sie durchaus eine Macht.

„Augustdorf ist kampfstark, und in eigener Halle brennen die richtig“, sagt Micky Reiners und untermauert das mit Fakten. Denn das Team seines Kollegen Heiko Schumann erwies sich in den letzten Wochen als Favoritenkiller und hat in diesem Jahr mit Volmetal (28:22), Spenge (28:21) und Ahlen (27:26) drei Topteams besiegt.

Keine schlechte Visitenkarte und eine Bilanz, die die HSG nicht unbedingt in die Favoritenrolle drängt. Zumal die Mendener weiter auf ihren Spielmacher Marcel Vogler verzichten müssen. „Wir werden da kein Risiko eingehen“, sagt Micky Reiners. „Er verspürt zwar eine deutliche Besserung, aber wir wollen nicht wieder sofort etwas kaputt machen. Er braucht diese Pause, und alles andere können wir nicht verantworten.“

Aber die HSG hat gegen Jöllenbeck (33:26) gezeigt, dass sie auch ohne den torgefährlichen Mittelmann gewinnen kann. Es sprangen andere in die Bresche: Fabian Lauber traf extrem gut, und Tom Schneider machte seine Sache als Regisseur sehr ordentlich.

Und wenn morgen wieder eine starke Torwartleistung von Christopher Weber dazu kommt, dann stehen die Chancen auf einen HSG-Sieg in der Witex-Halle gar nicht einmal so schlecht.