Schwitten nimmt Tabellenplatz drei ins Visier

Der Block muss stehen! Tobias Birk
Der Block muss stehen! Tobias Birk
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
„Vor der Planung ist das Hirn einzuschalten und nicht nur der Rechner“, sagte einst der deutsche Architekt Werner Hetterich. Nun, im Lager des Handball-Landesligisten TV Menden-Schwitten ist vor dem Start der Rückrunde der Rechner weiterhin tief in der Schublade verstaut. Denn das Gehirn sagt Spielertrainer Tihomir Knez, dass es „nur“ noch darum gehen kann, Tabellenplatz drei zu sichern.

Schwitten..  Der Fokus liegt klar darauf, hinter den Topfavoriten TV Halingen und HSG Hohenlimburg einzulaufen. „Es wäre schön, wenn wir am Saisonende Rang drei belegen könnten, um mehr kann es realistisch gesehen nicht mehr gehen“, sagt Schwittens Coach Tihomir Knez.

Vier Niederlagen in der Hinrunde sind wahrlich keine schlechte Bilanz. „Wir haben aus meiner Sicht das herausgeholt, was möglich war. Und das ist auch für die nun anstehende Rückrunde unser Ziel“, stellt Knez klar. Die beginnt am Sonntag mit einem Heimspiel und in dem ist man gegen Abstiegskandidat VfL Eintracht Hagen III klar favorisiert.

Die Kuno-Sieben hat bislang magere zwei Siege eingefahren und stellt den zweitschwächsten Angriff der Liga. Die Bemühungen des Drittligisten VfL Eintracht Hagen, die eigene Drittvertretung in der Landesliga zu halten, sind äußerst übersichtlich, Verstärkungen aus der Oberligareserve gibt es nur daheim. „Da spielt Hagen deutlich stärker. Wir hatten im Hinspiel großes Glück, dass wir dort gewonnen haben“, verweist Knez auf das knappe 32:31 zum Saisonauftakt.

Auch am Sonntag stellt sich der Kroate auf harte Gegenwehr ein. „Denn immerhin hat Hagen in Schwerte gewonnen. Qualität hat dieses Team auf jeden Fall, und die haben auch die Qualität, nicht abzusteigen“, ist sich der 37-jährige sicher. Dennoch ist der TV Schwitten weit davon entfernt, am Sonntag Geschenke verteilen zu wollen. „Wir planen schon jetzt für die neue Saison und wollen durch möglichst viele Erfolgserlebnisse auch für andere Spieler interessant werden.“

Dass diese in der Landesliga stattfinden wird, dafür muss man nun wahrlich kein Hellseher sein. Der Abstand zur Abstiegszone beträgt Welten, und auch in die andere Richtung scheint die Ausfahrt versperrt. Es wäre angesichts der Kaderstärke von Halingen und Hohenlimburg allerdings auch absurd, über den Titel zu reden. „Dennoch werden wir es jetzt bestimmt nicht ruhig angehen lassen, auch wenn nach ganz oben nichts mehr gehen wird“, so Knez.

Wer den Ehrgeiz des Spielertrainers kennt, weiß, dass dies keine Phrasen sind. Zumal man aktuell erstmals in dieser Saison in unveränderter Besetzung auflaufen kann – wie schon zuletzt fehlen nur die langzeitverletzten Stefan Koerdt und Niko Scheiing sowie „Spanien-Student“ Steffen Kampmeier.