Sauerland-Cup bleibt Turnier für die Besten

Im vergangenen Jahr verlor die weibliche A-Jugend von Bayer Leverkusen (schwarze Kluft, hier Pia Adams) das Finale des Sauerland-Cups. Diesmal triumphierten die „Juniorelfen“ vor der voll besetzten Tribüne über den TV Aldekerk mit 16:6.
Im vergangenen Jahr verlor die weibliche A-Jugend von Bayer Leverkusen (schwarze Kluft, hier Pia Adams) das Finale des Sauerland-Cups. Diesmal triumphierten die „Juniorelfen“ vor der voll besetzten Tribüne über den TV Aldekerk mit 16:6.
Foto: Tobias Schad

Menden..  Die Erfolgsgeschichte des Sauerland-Cups der HSG Menden-Lendringsen ist um ein Kapitel reicher. Die 25. Auflage des Traditionsturniers bescherte der Hönnestadt wieder einmal ein großartiges Handball-Fest.

Und mit dem TV Aldekerk trug sich ein neuer Name in die Siegerliste der Gesamtwertung ein. Dass der große Wanderpokal nun für ein Jahr an den Niederrhein wandert, freute auch Jörg von Estorff. „Die weibliche A-Jugend von Aldekerk spielt eine tolle Saison in der Bundesliga. Die männliche A hat ein ganz tolles Turnier gespielt. Am Ende fehlte halt ein wenig die Luft“, so Jörg von Estorff, der der kompletten Veranstaltung eine sehr gute Note gab. „Das Turnier hat wieder eine sehr hohe sportliche Qualität gehabt. Das Motto „Hier spielen die Besten“ ist wieder erfüllt worden“, sagt der HSG-ler.

Der Pädagoge ist sich sicher, dass Teams wie der SC DHfK Leipzig bei den A-Jungen oder Bayer Leverkusen bei den A-Mädchen bei der Vergabe von Deutschen Meisterschaften ein ernstes Wort mitreden werden. „Bei der weiblichen B Jugend kann sich die HSG Blomberg/Lippe Chancen ausrechnen. Diese Mädchen haben einen tollen Sauerland-Cup gespielt. Zumal die Belastung bei unseren Turnier ja auch nicht ohne ist“, sagt Jörg von Estorff.

Für den Mendener ist die Fortsetzung des Sauerland-Cups eine Verpflichtung. „Wir sind auf einen Level, das wir halten müssen. Denn steigern kann man es eigentlich nicht mehr“, weiß Jörg von Estorff, dass es sportlich nicht mehr viel Luft nach oben gibt. Die Zahl der ausländischen Mannschaften zu erhöhen, ist für ihn keine Möglichkeit. „Teams wie Kolding können nur ein Farbtupfer für das Turnier sein. Wir wollen die deutsche Spitze im Jugendhandball fördern“, sieht er den Sauerland-Cup in erster Linie als das Turnier der Besten in Deutschland.

Dazu zählt der „Vater des Sauerland-Cups“ auch den Einsatz der Schiedsrichtertalente. „Die Fördermaßnahme für die jungen Schiedsrichter während des Turniers passt einfach. Junge Schiedsrichter leiten die Spiele der jungen Handballer“, sieht Jörg von Estorff auch bei den eingesetzten Gespannen höchstes Niveau.

Das gilt natürlich auch für den Organisationsbereich des Turniers. Rund 200 Helfer sorgten dafür, dass beim 25. Sauerland-Cup alles wie am Schnürchen lief. „Und wenn mal etwas schief ging, haben wir es so gemacht, dass es nicht auffiel“, war Turnierchef Peter Blankenhagen mit dem Ablauf hochzufrieden. „Schön war, dass es immer wieder neue Leute gibt, die mit anpacken“, so Blankenhagen.

Bei dem Mendener liefen alle organisatorischen Fäden zusammen. Und da gab es einiges zu regeln. So wurden zum Beispiel 46 Klassenräume in Mendener Schulen für Übernachtungen genutzt. Für über 20 Mannschaften und deren Anhang mussten zudem Möglichkeiten in heimischen Hotels besorgt werden. So sorgte das Turnier dafür, dass es auch diesmal wieder ein positives Wochenende für die heimische Gastronomie und zahlreichen Beherbungsbetriebe war.

Der Sauerland-Cup ist halt mehr als ein Handballturnier. Am 1. Januar 2016 startet die 26. Auflage – freuen wir uns darauf.