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Rückkehr in die Verbandsliga: Schwittener Aufstieg krönt perfekten Abend

03.05.2009 | 22:07 Uhr
Rückkehr in die Verbandsliga: Schwittener Aufstieg krönt perfekten Abend

Schwitten. Willkommen in der Verbandsliga! Die Handballer des TV Menden-Schwitten sind seit Sonntagabend Meister der Landesliga 4. Vor 850 begeisterten Zuschauern ließ man Verfolger TuS Westfalia Hombruch im Topspiel beim 29:24 (15:11) letztlich keine Chance ...

... und belohnte sich selbst für eine überragende Saison. 25 Spiele, eine Niederlage — allein die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Daher traf Co-Trainer Martin Centini mit seiner Aussage den Nagel auf den Kopf: „Alles andere als unser Aufstieg wäre unverdient gewesen.”

Meisterjubel: Routinier Thomas Harnischmacher und der TV Schwitten ließen gestern die Korken knallen. Foto: Marcel Näpel

Schwitten zeigte von Beginn an, warum man diese Saison nach Belieben dominiert hat und die Konkurrenz (bis auf Hombruch) ein Fernglas brauchte, um den schon lange enteilten Primus noch zu erkennen.

Für den entscheidenden Sieg gab es mehrere Gründe:

Die Anfangsphase:

Der Treffer von Spielertrainer Tihomir Knez, der ein tolles Kreisanspiel von Thomas Harnischmacher zum 5:2 nutzte, gab früh die Richtung vor (7.). Der starke Martin Denso (5/2) ließ durch seinen feinen Dreher zum 11:4 die Chancen für Hombruch schnell gen Null senken (16.). Das Torhüterduo:

Im Gegensatz zum Hinspiel entschied diesmal das TVS-Tandem Michael Harnischmacher/Klaus Schankowski die Partie für den Meister mit. Schankowskis Glanztaten gegen Dehn und Lauritsch beim Stande von 15:11 beziehungsweise 17:13 waren ebenso sehenswert wie Michael Harnischmachers Siebenmeterparade gegen Patrick Hoffmann.

Die Routiniers:

Ob Thomas Harnischmacher (8), Tihomir Knez (5) oder Martin Denso (5/2). Ihre Ruhe und Übersicht war beeindruckend. Tolle Treffer wie das 27:20 von Kissling, den Knez nach Schulte-Anspiel direkt bediente, waren echte Hingucker.

Die Spielvorbereitung:

„Als die Jungs heute in die Halle kamen, habe ich in ihren Gesichtern gesehen, dass sie mit voller Überzeugung und siegessicher in dieses Topspiel gehen”, so TVS-Fachwart Frank Schlücking. Sein Eindruck bestätigte sich in eindrucksvoller Weise.

Die Schlussphase:

In den letzten zehn Minuten ging dann beim Titelträger wirklich alles. Das absolute Highlight war die Ankleideaktion von Klaus Schankowski. Diese hatte sich von der Tribüne während eines Time-Outs das Aufstiegs-Shirt geben lassen. Als er im Begriff war, sein Torwarttrikot wieder anzuziehen, lief die Begegnung wieder. Dem Routinier war es egal, er parierte gegen den frei vor ihm auftauchenden Blank riesig.

Die Halle bebte, und die Fans erhoben sich schon fünf Minuten vor Schluss, um ihre TVS-Helden gebührend zu feiern. Die letzten Minuten bis zur Schlusssirene gingen im Jubel unter. Was anschließend in der Kreissporthalle abging, waren nicht enden wollende Jubeltrauben.

Und Routinier Andreas Schlüter gab gleich das Motto für eine lange Schwittener Aufstiegsnacht vor: „Alles kann, nichts muss.” Auch seine Teamkollegen wie Rückraum-Ass Thomas Harnischmacher waren völlig euphorisiert. „Es ist unglaublich, dass ist der schönste Moment meines Handallerlebens.” Doch im Moment des Triumphes dachte Harnischmacher auch an den unterlegenen Rivalen: „Ich habe aber auch Mitgefühl f´ür Hombruch, die erleben jetzt das, was wir letztes Jahr in Gevelsberg erlebt haben.”

Bei den übrigen Akteuren hielt sich das Mitgefühl verstäündlicherweise in Grenzen. „Das Ziel für heute Abend lautet, um neun Uhr nicht mehr zu wissen, dass wir aufgestiegen sind”, sagte Kreisläufer Torsten „Tokko” Kissling, eine der großen Entdeckungen dieser Saison.

Die lange Schwittener Aufstiegsparty bis in die frühen Morgenstunden nahm ihren Lauf. „Das war und wird ein perfekter Abend”, sagte Fachwart Frank Schlücking.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Franz Schoo



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