Rote Karte gegen Ali Ceylan trübt Weiterkommen des TuS Langenholthausen
18.12.2011 | 19:56 Uhr 2011-12-18T19:56:00+0100
Balve.Der RWE-Wintercup 2012 ist gestartet und aus heimischer Sicht stand dabei am Wochenende der Balver Krumpaul im Blickpunkt. Dort durfte Gastgeber SG Balve/Garbeck vor allem am Samstag viele Lokalderbys auf dem Hallenparkett präsentieren, deren sportliche Attraktivität indes sehr überschaubar war.
Klarer Gruppensieger wurde überraschend A-Ligist SV Affeln, die Stummel-Elf zeigte den zweckmäßigsten Fußball und holte 21 von 24 möglichen Zählern. Erst dahinter sicherte sich Bezirksligist TuS Lan-genholthausen das Ticket für die Regionalrunde.
Überzeugen konnte das Team von Richard Elmerhaus (er vertrat den verhinderten Mario Droste) aber nur phasenweise, in einigen Spielen machte man sich das Leben selbst schwer. So verspielte man gegen B-Ligist TSV Ihmert eine zwischenzeitliche 3:0-Führung, um dann durch Toptorjäger Gian Marco de Luca (sieben Treffer) 50 Sekunden vor Ultimo doch noch 4:3 zu siegen.
Negativer Höhepunkt war indes die rote Karte gegen Ali Ceylan nach der Partie gegen Küntrop wegen Beleidigung des Gegenspielers. „Dafür habe ich kein Verständnis“, war Elmerhaus bedient, zumal sich Ceylan anschließend überhaupt nicht beruhigen konnte und ihm unter Umständen ein Nachspiel vor der Spruchkammer droht.
Im letzten Gruppenspiel ging es gegen den Lokalrivalen SG Balve/Garbeck um Platz zwei. Dort zeigte der TuS zeigte beim 3:0 (Tore: Vorsmann, de Luca, Gülsen) seine beste Tagesleistung und gestattete der SG keinerlei Torchance.
Die SG Balve/Garbeck verpasste das Weiterkommen letztlich durch die überflüssigen Punktverluste gegen die B-Ligisten Ihmert (0:0) und GW Amecke (2:3). „Die haben uns das Genick gebrochen“, sagte SG-Präsident Oskar Müller. Damit war letztlich auch der 2:1-Sieg über Gruppensieger SV Affeln wertlos. Auch Spielertrainer Sascha Wegener war unzufrieden. „Wir hätten weiterkommen können, haben es uns aber selbst vermasselt.“
Ansonsten überzeugte die SG als Ausrichter mit einer Tombola, das ganz große Zuschauerinteresse blieb indes an beiden Tagen aus. „Wir hatten am Samstag cirka 100 zahlende Leute, das stellt uns nicht wirklich zufrieden“, so Oskar Müller.
Nicht zufrieden ist der SG-Präsident auch mit der aktuellen Situation in der A-Liga, wo die SG auf Rang neun überwintert. „Wir sind deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Ich habe fast alle Spiele gesehen und wir haben die Topteams aus Affeln, Stockum und Langscheid II phasenweise beherrscht, aber die Punkte nicht gemacht. Auch Spiele wie Beckum müssen gewonnen werden. Das ist auch eine Frage der Einstellung.“.Die spricht Müller einigen Spielern ab, „denn die Spielvorbereitung war sicherlich nicht immer so wie sie sein muss, dafür sind auch die Trainer verantwortlich.“
Daher ist auch noch nicht klar, ob die SG mit dem Trainertrio in der kommenden Saison weitermacht. „Wir werden uns im Januar beraten, das letzte Spiel gegen Voßwinkel hat aber zumindest gezeigt, dass die Trainer das Team noch erreichen.“
Erreicht hat man zumindest einen Zugang auf dem Personalsektor: So wechselt der in Langenholthausen aussortierte Mecit Ceylan an den Krumpaul.
Mehr als in Ordnung war der Auftritt von C-Ligist SuS Eisborn, der neun Zähler holte und unter anderem die A-Ligisten aus Beckum und Küntrop hinter sich ließ.
Völlig enttäuschend präsentierte sich der SuS Beckum, der lediglich acht Punkte holte und das obwohl mit Senftleben, Goralski, Steuer und Cordes fast alle guten Hallenspieler dabei waren.
Ohne Chance war auch FC Italia Menden, vor allem nachdem Torjäger Salvatore Scapolaro im Spiel gegen Eisborn wegen Beleidigung den roten Karton gesehen hatte. Immerhin gelang beim 1:0 über Lan-genholthausen ein echter Coup.
Gestern qualifizierten sich am Krumpaul dann, die Bezirksligisten VfK Iserlohn und TuS Sundern für die nächste Runde.
Die heimischen Vertreter RW Mellen und Olympos Menden spielten erwartungsgemäß keine Rolle. Allerdings landete B-Ligist Mellen einen Achtungserfolg. Die Kicker aus dem Golddorf belegten in der Endabrechnung den vierten Platz -- Respekt! Für A-Ligist Olympos Menden zählte der olympische Gedanke -- Dabeisein ist alles!
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