Philip Jungemann wiederholt sein Meisterstück mit Leipzigs A-Jugend

Für Philip Jungemann (Bildmitte) und seine Kameraden war die Medaillenübergabe durch Weltmeister und Jugend-Bundestrainer Christian Schwarzer ein schöner Moment.
Für Philip Jungemann (Bildmitte) und seine Kameraden war die Medaillenübergabe durch Weltmeister und Jugend-Bundestrainer Christian Schwarzer ein schöner Moment.
Foto: WP

Menden..  Es ist schon ein kleines Handball-Märchen, und ein 17-jähriger Mendener spielt darin eine Hauptrolle. Philip Jungemann wurde am Pfingstsonntag mit der männlichen A-Jugend des SC DHfK Leipzig Deutscher Meister. Im Finale bezwang man die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen mit 33:25 (14:10).

Dabei ist es ist nicht das erste Mal, dass sich der Youngster aus der Hönnestadt eine nationale Meisterkrone aufsetzen durfte. In der vergangenen Saison gewannen die Sachsen um Philip Jungemann den Titel bei der männlichen B Jugend.

Der diesjährige Triumph jedoch erscheint noch ein wenig wertvoller zu sein. Denn das Finalhinspiel verlor Leipzig mit 26:32, um dann im zweiten Spiel eine sagenhafte Aufholjagd zu starten - dabei konnten die Schützlinge von Trainer André Haber einen Rückstand von sechs Toren wettgemacht.

Die WP-Sportredaktion sprach mit dem „Meisterspieler“ über den Titelgewinn, zwei unglaubliche Jahre in Leipzig und die anstehenden Schulprüfungen.

Frage: Herzlichen Glückwunsch, Philip Jungemann. Zwei Deutsche Meistertitel – so etwas gelingt nur wenigen Handballern. Welcher Titelgewinn ist wertvoller?

Philip Jungemann: Ich glaube schon, dass es der Titel mit der A-Jugend ist. Wir haben unheimlich hart dafür gearbeitet. Und es ist schön, dass wir das als Mannschaft erreicht haben.

Nach der Niederlage im ersten Finalspiel schien der Traum vom Titelgewinn bereits geplatzt zu sein. Wie kam es dann zur Wende zum Meisterglück?

Wir waren nach dem Hinspiel unglaublich enttäuscht. Ausgerechnet im ersten Finale haben wir unser schlechtestes Saisonspiel gezeigt. Bis dahin hatten wir in dieser Spielzeit noch kein Spiel verloren. Aber ich glaube, diese Niederlage hat uns noch mal Auftrieb gegeben.

Ein Finale vor über 1500 Zuschauern in der Arena Leipzig ist gewiss nichts Alltägliches – oder?

Nein, auf keinen Fall! Diese unglaubliche Kulisse hat uns aber noch einen zusätzlichen Schub gegeben. Unsere Zuschauer haben uns sensationell angefeuert – das wird man nie vergessen.

In der Saison 2015/16 spielen Sie wieder mit dem Leipziger Meisterteam von 2014 zusammen. Ist der Titel-Hattrick ein Ziel für Sie?

Das ist es sicherlich. Aber die Saison wird wieder sehr lang sein. Denn ich werde in der neuen Spielzeit mit einem Zweitspielrecht auch für den Drittligisten LVB Leipzig antreten. Da wird mich wohl auch noch ein Stück weiterbringen.

Nach der Meisterprüfung im Handball steht nun die Schule völlig im Blickpunkt – oder?

Natürlich! Bei uns laufen gerade die Abschlussprüfungen der Realschule. Davon hängt ab, ob ich dann das Gymnasium oder die Fachoberschule besuchen werde.