Oldenburger Reisen in die eigene Vergangenheit

Jedes Jahr am ersten Januar-Wochenende ist die gestiegene Zahl an Trainingsanzügen in Menden nicht zu übersehen. Und so fiel am Samstagabend eine Gruppe junger Männer in einem Lebensmittelmarkt in der Innenstadt auf. Sie diskutierten eifrig im Gang über diverse Biersorten. Dabei bemerkten sie den fragenden Blick des Chronisten, der prompt eine Erklärung bekam. „Wir sind aussgeschieden“, war von den jungen Herren aus dem Bergischen Land zu hören. Und da der sportliche Teil erledigt war, ließen sie das Turnier auf andere Art ausklingen.

Für Andreas Lampe, dem Trainer der weiblichen A-Jugend des VfL Oldenburg, war die diesjährige Teilnahme am Sauerland-Cup eine Reise in die eigene Vergangenheit. „Ich habe hier vor zehn Jahren noch selbst gespielt. Damals waren wir die letzten VfL-Mannschaften, die nach Menden gekommen sind“, berichtete der Niedersachse. Auf die Frage, ob sich etwas verändert habe, fiel ihm nur eines ein. „Das Turnier hat ein sehr hohes Niveau. Nur die Players Party ist kleiner geworden.“

Auch Wiebke Kethorn, Trainerin der weiblichen B-Jugend des VfL Oldenburg, war nicht das erste Mal in Menden. Die ehemalige Nationalspielerin war vor zehn Jahren als Jugendliche in der Hönnestadt und kehrte jetzt mit den VfL-Mädels zurück. Kethorn, die im Sommer 2014 ihre aktive Karriere beendet hatte, hatte Grund zum Jubeln, als die Nachricht vom Einzug ihrer ehemaligen Bundesliga-Kolleginnen in das Pokal-Halbfinale in der Bösperder Sporthalle die Runde machte. „Man hängt halt noch dran“, freute sich die 29-jährige über den Sieg ihres ehemaligen Teams beim HC Leipzig.

Birgit Albrecht, Chefin der HSG Menden-Lendringsen, war in „geheimer Mission“ unterwegs. Sie fuhr alle Hallen ab und ließ mehrere Plakate des Sauerland-Cups von den Teilnehmern signieren. Der Grund: Die HSG bedankte sich mit diesem Präsent bei Jörg von Estorff, dem „Vater des Sauerland-Cups“.

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