Neun Tore: Benden übernimmt Verantwortung

Menden..  Das „Unternehmen Meisterschaft“ läuft weiterhin ohne Probleme! Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Menden-Lendringsen haben auf dem Weg zum Titel die viertletzte Hürde genommen. Die HSG-Damen landeten am Samstag einen ungefährdeten 29:22 (16:10) Sieg beim TSV Oerlinghausen.

„Das war schon ein schweres Spiel für meine Mannschaft. Doch sie hat die Herausforderung angenommen und letztlich sehr sicher gelöst“, war HSG-Trainer Jörg von Estorff zufrieden mit dem vorletzten Auswärtssieg der Saison. Es war gleichzeitig das letzte harzfreie Spiel der Saison. „Da fehlt den Spielerinnen schon ein wenig die Sicherheit“, so Jörg von Estorff über dieses kleine „Kopf-Problem“ seiner Mannschaft.

Etwas schwerwiegender war da schon die Taktik des Gegners, den es vor allem in der ersten Halbzeit gelang, Ann-Kathrin Stratmann sehr oft aus dem Spiel zu nehmen. Doch die HSG hat ja auch noch andere Spielerinnen. So übernahm vor allem Maike Benden Verantwortung. Das belegten nicht nur ihre neun Tore. „Sie hat sehr dynamisch die Schnittstellen genutzt“, lobte Jörg von Estorff die Rückraumspielerin.

Die HSG dominierte – trotz aller Hindernisse – die erste Halbzeit recht eindeutig. Mit einer 16:10-Führung ging es in die Pause, die Frage nach dem Sieger schien eigentlich schon beantwortet. Doch zunächst gab es nach dem Seitenwechsel das Problem mit dem sehr einseitig pfeifenden Schiedsrichtergespann zu lösen. Denn die Referees zeigten offen ihr Herz für die Gastgeberinnen und gaben allein sechs Siebenmeter für die „Bergzicken“. Wobei einige Entscheidungen sehr zweifelhaft waren.

Doch auch dieses Hindernis räumte man mit viel Moral aus den Weg. Das 21:14 nach 40 Minuten und das 28:20 nach 52 Minuten dokumentierten dieses eindrucksvoll. „Die Mannschaft hat eindrucksvoll gezeigt, dass sie die Klasse für eine Liga höher hat“, stellte Jörg von Estorff nach Spielschluss fest.

Der Aufstieg ist ja schon lange kein Thema mehr bei den HSG-Damen. Der Meisterschaft sind die Ballwerferinnen aus der Walram-Halle am Samstag ein weiteres Stück näher gekommen. Nur Pessimisten rechnen damit, dass die Baer, Stratmann und Co. in den letzten drei Spielen gegen Jöllenbeck, Bergkamen und Verl noch einmal straucheln.

HSG Menden-Lendringsen: Ebel, Jaschewski; Benden (9), Baer (5/2), Gerbe (4), Fastnacht (4), Meyer (4), Stratmann (3), Seehagen, Köck, Albrecht.