Neuer Klub startet mit Spielern aus acht Nationen

18 Spieler beim ersten Training, weitere Leute in der Hinterhand: Der FC International Menden geht mit großem Aufgebot an den Start.
18 Spieler beim ersten Training, weitere Leute in der Hinterhand: Der FC International Menden geht mit großem Aufgebot an den Start.
Foto: Tobias Schad

Menden..  Es ist der jüngste Spross der heimischen Kicker-Familie. Und der stellte sich sogleich als Verein mit großem Tatendrang vor. Wie berichtet, hat der FC International Menden am Sonntag die Fußball-Bühne betreten. Und beeindruckte beim Trainingsauftakt mit regem Treiben.

„Ich hoffe, dass das bei uns auch weiterhin zu sehen ist“, sagte Grigorios Kakiris. Der kleine Grieche, den viele Kenner der hiesigen Balltreterszene nur mit dem Spitznamen „Orgel“ kennen, vermittelte beim Trainingsstart im Lendringser Max-Becker-Sportpark ein gewisse Aufbruchstimmung. Er hoffte, dass sich die eigene Freude auf eine erfolgreiche Zukunft des erst im Januar dieses Jahres gegründeten Vereins schon bald bestätigen wird.

18 Aktive tummelten sich auf dem Kunstgrün der schmucken Anlage am Walzweg. Und Kakiris machte deutlich, dass das längst nicht alle Protagonisten seien, die künftig in der weißen-schwarzen Kluft des FC International antreten möchten. „Wir haben derzeit 20 bis 21 Leute, aber es kommen noch einige hinzu – ich denke, dass wir personell gut aufgestellt sind“, berichtete Kakiris, der als zweiter Vorsitzender und als Trainer die sportlichen Fäden zieht. „Deutsche, Italiener, Türken – bei uns sind acht Nationalitäten versammelt, ein Spieler kommt sogar aus Eritrea.“

Aktive aus umliegenden Vereinen

Dass man seit der Vereinsgründung vornehmlich Spieler des FC Italia Menden an sich habe binden können, verweist Kakiris indes in das Reich der Fabel. „Auf unserer Liste steht davon mit Safouene Sboui nur ein einziger Akteur – es kann also keine Rede sein, dass wir Italia kaputt machen würden.“ Stattdessen zählt der Funktionär auf, dass der „Kader mit Aktiven aus vielen umliegenden Vereinen“ zusammengestellt wurde.

Beispielsweise waren Salvatore und Antonio Scapolaro sowie Sebastian Große zuletzt bei der DJK Grün-Weiß Menden aktiv. Teke und Erol Ümit, Damra Özdemir (alle Menden Türk) oder Dimitrios Koulas (GFV Olympos), Vincenzo Castro (SF Hüingsen) und Sascha Lohse kickten ebenfalls in der Nachbarschaft. Hinzu kommen Fröndenberger Fußballer. Kakiris: „Einige sind vereinslos gewesen.“

Wie erfolgreich sich der FC International in der Iserlohner C-Liga präsentieren wird, weiß Kakiris bislang noch nicht einzuschätzen. „Wir müssen uns erst einmal finden und zusehen, dass wir eine gute Mannschaft auf die Beine stellen. „Aber ich bin guter Dinge, dass uns das gelingen wird.“

Heimvorteil in Lendringsen

Spielstätte wird wohl der Max-Becker-Sportpark bleiben. „Wir sind hier zu Gast und müssen uns beim BSV Lendringsen bedanken“, ist Kakiris gespannt, ob man den Komfort, den die Anlage mit ihrem Kunstrasenplatz bietet, in einen Heimvorteil ummünzen kann. Allerdings: Bei der Mendener Stadtmeisterschaft im Freien ist der FC International auswärts gefordert. So stehen am Montag, 20. Juli, und Dienstag, 21. Juli, am Hülschenbrauck Gruppenspiele gegen Gastgeber VfL Platte Heide, SV Oesbern und BSV Lendringsen an. Vielleicht erreicht das neue Mitglied der heimischen Fußball-Familie ja sogar den Finaltag am Freitag, 24. Juli, in Hüingsen.