Neue Halle, neue Mannschaft, neue Euphorie

Klaus Gerling, Inta Schwarz, Ralf Heck, Benedict Hohmann, Tom Bolte und Bernd Purzner (von links) stellten das Volleyball-Konzept beim SV Menden vor und freuten sich über die ersten Spielerinnen für die U13-Mädchenmannschaft.
Klaus Gerling, Inta Schwarz, Ralf Heck, Benedict Hohmann, Tom Bolte und Bernd Purzner (von links) stellten das Volleyball-Konzept beim SV Menden vor und freuten sich über die ersten Spielerinnen für die U13-Mädchenmannschaft.
Foto: Mark Sonneborn
Was wir bereits wissen
Zwei Jahre gab es bei den Volleyballern des SV Menden keine weibliche Jugendmannschaft. Als die Renovierung der Sporthalle „Am gelben Morgen“ anstand, verabschiedeten sich die Sportlerinnen und die Abteilung verlor fast die Hälfte der Mitglieder.

Menden..  Nun aber geht es bergauf. Die Halle ist wieder eröffnet und erstrahlt in frischem Glanz. Das war der Startschuss für die Abteilung um Leiter Klaus Gerling. Die Abteilung kooperiert mit dem Walram-Gymnasium und bietet ab sofort wieder Volleyball für Mädchen an.

Zuxsammenarbeit mit dem Walram

Zunächst richtet sich das Angebot an die Schülerinnen der Klassen fünf bis sieben oder dem Alter entsprechend. Mit Ralf Heck konnte ein neuer Trainer gewonnen werden, der mit Co-Trainer Benedict Hohmann das Interesse am Volleyball verbreiten will.

„Die Leistung ist da gar nicht so wichtig. Wir wollen das Ganze auf eine breite Basis stellen“, sagt Heck. Dabei arbeitet er eng mit Tom Bolte, Lehrer am Walram-Gymnasium, zusammen. Am Montag fand in der frisch renovierten Halle die erste Trainingseinheit statt. Fünf Mädchen waren gekommen.

Vor dem Hintergrund, dass die ganze Sache jetzt erst richtig anlaufen soll, eine durchaus zufriedenstellende Resonanz. Vielleicht geht dieses Jahr schon eine U13-Mädchenmannschaft in der Liga an den Start. „In der U13 ist die Anmeldefrist nämlich verschoben worden. Da könnte es noch klappen“, erklärte Inta Schwarz vom SV Menden. „Und die Teilnahme am Ligabetrieb ist natürlich das Salz in der Suppe. Sportler wollen sich messen, daher wollen wir auch den Einstieg in die Liga früh finden“, so Ralf Heck.

Hilfestellung vom WTTV

In der U13 wird noch auf dem halben Feld und drei Spielerinnen pro Mannschaft gespielt. „Wenn man eine Saison durchspielen will, muss man aber schon fünf oder sechs Spielerinnen haben“, betonte Heck.

Hilfestellung bekommt der Verein vom Westdeutschen Volleyball-Verband. „Zwischen dem Verband und den Schulen gibt es bereits Kooperationen. Wir haben hier eine Schule, die bereits mit einem Verein zusammenarbeit. Da bieten wir vom Verband Unterstützung in Form von Schnupperstunden und Werbung an“, meinte Bernd Purzner vom WTTV. Dort ist er einer der Nachwuchskoordinatoren, die seit August angestellt sind. Er kümmert sich um den Bereich Jugend und Schule.

Trainingszeiten spielen große Rolle

Eingeladen sind beim SV Menden besonders Mädchen von elf bis 14 Jahren. Dabei ist Erfahrung im Volleyball gar nicht so wichtig. „Wir müssen erst einmal sehen, wie es so anläuft“, meinte Abteilungsleiter Klaus Gerling.

Zwar sei es förderlich, wenn Kinder und Jugendliche dort Training haben, wo der Sportunterricht stattfindet, doch die Trainingszeiten spielen heutzutage eine große Rolle. „Aber die Probleme haben ja alle Sportarten, dass die Kinder erst spät aus der Schule kommen“, meinte Gerling. Daher ist die Trainingszeit erstmal nur lose festgelegt.

Das Training selber soll den Mädchen natürlich Spaß machen. „Die Distanzen sind im Volleyball ja nicht so groß. Das Ballgefühl dagegen muss man sich erarbeiten. Volleyball ist ein anspruchsvoller Sport. Man braucht Geduld, wenn man ihn erlernen will“, betonte Ralf Heck.